Gebrauchte Caravans und Reisemobile sind dabei besonders für Caravaning-Einsteiger eine günstige Alternative zum Neukauf. Worauf beim Kauf eines gebrauchten Freizeitfahrzeugs zu achten ist, weiß der Deutsche Caravaning Handels-Verband DCHV. (Foto: det)

Gebrauchte Caravans und Reisemobile sind dabei besonders für Caravaning-Einsteiger eine günstige Alternative zum Neukauf. Worauf beim Kauf eines gebrauchten Freizeitfahrzeugs zu achten ist, weiß der Deutsche Caravaning Handels-Verband DCHV. (Foto: det)

Gebrauchtkauf – Günstiger Einstieg ins Caravaning

Caravan, DCHV, Handel, Wohnmobil

Die Nachfrage nach neuen und gebrauchten Freizeitfahrzeugen ist derzeit so groß wie nie zuvor. Im Jahr 2017 verzeichnete das Kraftfahrt-Bundesamt einen erneuten Zuwachs der Besitzumschreibungen um rund zwei Prozent. Die Zulassungen von neuen Caravans und Reisemobilen stiegen sogar um 15 Prozent. Beide Märkte setzten damit neue Rekordwerte. Gebrauchte Caravans und Reisemobile sind dabei besonders für Caravaning-Einsteiger eine günstige Alternative zum Neukauf. Worauf beim Kauf eines gebrauchten Freizeitfahrzeugs zu achten ist, weiß der Deutsche Caravaning Handels-Verband DCHV.

Im Gesamtjahr 2017 brachte es der deutsche Markt für gebrauchte Caravans und Reisemobile auf stolze 138.819 Besitzumschreibungen. Rund 53 Prozent davon gingen dabei auf das Konto von Caravans, 47 Prozent waren Besitzumschreibungen von Reisemobilen. Der Markt gebrauchter Freizeitfahrzeuge ist vielfältig und kann daher besonders Einsteiger schnell überfordern. Dennoch ist das Interesse ungebrochen. Zwei Varianten bestimmen die Motivation der Käufer: Entweder suchen sie den geringsten Einstiegspreis in das Caravaning oder sie möchten mit einem festen vorhandenen Budget den maximalen Ausstattungskomfort herausholen.

Expertise des Fachhandels nutzen

Die Caravaning-Fachhändler können in beiden Fällen behilflich sein. Wer auf Nummer sicher gehen will, kauft auch das gebrauchte Traummobil gleich beim Fachhändler. Dessen Gewährleistung, Werkstatt und Infrastruktur sorgt auch nach dem Kauf für einen zuverlässigen Service. Aber auch beim Kauf von Privat ist das Gutachten eines Caravaning-Fachhändlers über Wert und Zustand eines Fahrzeuges eine verlässliche Grundlage für eine Kaufentscheidung.

Qualität des Wohnaufbaus entscheidend

Der Kilometerstand sagt wenig über den generellen Zustand eines Reisemobiles aus. Selbst bei Freizeitfahrzeugen, die zehn Jahre oder älter sind, sind Kilometerstände unter 100.000 keine Seltenheit. Und Caravans haben ohnehin keinen Kilometerzähler. Dennoch sollten natürlich die verkehrstechnischen Funktionen des Fahrzeugs geprüft werden: der Zustand der Bremsen, Lichtanlage, Reifen und bei Reisemobilen des Motors.

Die größte Aufmerksamkeit erfordert der Wohnaufbau des Mobils. Der ärgste Feind des Wohnaufbaus ist Feuchtigkeit. Diese kann dem Fahrzeug auch im geparkten Zustand zusetzen. Kondenswasser durch mangelnde Lüftung oder kleine Undichtigkeiten können den Wohnaufbau eines Freizeitfahrzeugs mit den Jahren nachhaltig schädigen. Den Dichtungen um Fenster und Durchbrüche muss daher besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden. Auch die Duschwanne im Bad sollte auf Risse und Beschädigungen untersucht werden. Durch sie kann Nässe an den Unterboden gelangen. Sollte es im Innenraum schon zu Schimmelbildung gekommen sein, ist eine Beseitigung der Schäden oftmals nicht mehr rentabel.

Mit einem gründlichen Blick unter das Reisemobil wird der Holzboden des Wohnaufbaus auf seinen Zustand überprüft. Sind diese Punkte alle einwandfrei, bleibt noch die Funktionsprüfung der elektrischen Installation, der Gas- und Wasseranlage sowie der zahlreichen Scharniere, Auszüge und Schlösser an den Möbeln. Hier können sich Reparaturarbeiten durchaus noch lohnen.

Für den Kauf eines gebrauchten Freizeitfahrzeugs sollten sich Interessenten folglich viel Zeit nehmen und auf jeden Fall auch Rat und Bewertung bei Experten des Caravaning-Fachhandels einholen.

Infos: Zur Webseite des DCHV

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