Der Deutsche Caravaning Handels-Verbands DCHV meldet für das erste Quartal 2017 ein leichtes Wachstum bei gebrauchten Freizeitfahrzeugen. (Foto: det)

Trotz Corona-Krise: Der Deutsche Caravaning Handels-Verbands DCHV meldet ein Geschäftsklima wie in Vor-Corona-Zeiten. (Foto: det / D.C.I.)

Handelsverband DCHV – Geschäftsklima im Caravaninghandel auf Vor-Corona-Niveau

DCHV, Service, Verbände

Der Caravaning-Fachhandel hat sich von den Folgen des Lockdown rasch erholt. Nach deutlichen Einbrüchen im März und April schossen die Neuzulassungen von Caravans und Reisemobilen im Mai und Juni 2020 förmlich in die Höhe. Das erste Halbjahr 2020 schloss der deutsche Caravaningmarkt daher trotz Corona mit einem Rekordergebnis ab.

Das Ausmaß der Erholung überraschte selbst erfahrene Caravaning-Fachhändler. Neben den Nachholeffekten nach dem Lockdown sieht der Deutsche Caravaning Handels-Verband DCHV vor allem die hohe Corona-Tauglichkeit der Freizeitform Caravaning als Ursache für den Ansturm. Kein Wunder, dass sich auch das Geschäftsklima im Caravaning-Fachhandel laut Branchenbarometer der Unternehmensberatung cm&p deutlich verbesserte.

Über 54.000 neue Freizeitfahrzeuge wurden im ersten Halbjahr 2020 neu zugelassen, das sind fast 4 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum und damit ein neuer Rekordwert für die Branche. Die herben Rückgänge der Lockdown-Monate März und April wurden schon im Mai und Juni 2020 deutlich überkompensiert.

„Vor allem seit Bekanntgabe der Campingplatzöffnungen in Deutschland und Europa und der Möglichkeit, wieder in die Nachbarländer zu reisen, kam es zu einem regelrechten Ansturm auf die Caravaning-Handelsbetriebe.“, erklärt Oliver Waidelich, Geschäftsführer des Caravaning Handels-Verbandes DCHV.

„Etwas Vergleichbares hat der Caravaning-Fachhandel noch nicht erlebt. Kunden entscheiden sich überraschend schnell für eines der ausgestellten Modelle. Der Bestand an Ausstellungsfahrzeugen in den Handelsbetrieben ist wohl noch nie so schnell gesunken. Ich weiß von Händlern, die zeitweise nur noch weniger als zehn neue Reisemobile in der Ausstellung hatten.“

Als Ursache sieht der DCHV neben Nachholeffekten nach dem Lockdown vor allem die hohe Corona-Tauglichkeit der Reiseform Caravaning. „Es verreisen die Personen, die ohnehin gemeinsam in einem Haushalt leben. Dabei haben sie Bad, Bett, Küche und Sitzgruppe an Bord und sind nur geringfügig auf externe Infrastruktur angewiesen.“, erläutert Waidelich. Dies habe verstärkt neue Zielgruppen zu den Caravaning-Handelsbetrieben geführt, die bisher ihren Urlaub anders verbrachten.

Ihre Zukunftsaussichten schätzen die Caravaning-Fachhändler entsprechend der positiven Entwicklung auch wieder deutlich besser ein. Das Branchenbarometer der Unternehmensberatung Cramer, Müller & Partner, dem regelmäßige Umfragen unter den DCHV-Mitgliedern zu Grunde liegen, schoß im Juni 2020 um 10,9 Punkte gegenüber der März-Befragung nach oben. Damit liegt es deutlich im positiven Bereich über 50 und sogar noch über dem Wert der Januar-Befragung, bei der Corona noch keine Rolle spielte.

Info:  Zur Webseite des DCHV

Quelle: Pressemitteilung des DCHV


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Claus-Detlev Bues