Der Caravan Salon 2018 in Düsseldorf ist eröffnet. (Foto: Caravan Salon)

Der Caravan Salon 2018 in Düsseldorf ist eröffnet. (Foto: Caravan Salon)

Messesplitter Caravan Salon 2018 – 57. Caravan Salon in Düsseldorf eröffnet

Caravan Salon 2018, CIVD, Messesplitter 2018

Der Caravan Salon Düsseldorf 2018, die weltgrößte Messe rund um den mobilen Urlaub wurde jetzt eröffnet und läuft mit besten Voraussetzungen an. So kann der Salon neue Rekordzahlen vorweisen, er ist so groß wie nie zuvor. In 13 Hallen und auf dem Freigelände des Düsseldorfer Messegeländes präsentieren sich 600 internationale Aussteller mit insgesamt 130 Caravan- und Reisemobilmarken – auf über 214.000 Quadratmetern sind über 2.100 Freizeitfahrzeuge ausgestellt.

Der Besucherandrang am ersten Messetag machte klar: „Der Caravan Salon ist für Besucher und Aussteller weiterhin das Highlight des Jahres und ist unbestritten das Schaufenster der Brancheninnovationen. Die ausgezeichnete Stimmung in der Caravaningbranche mit Rekordzahlen bei Neuzulassungen und Besitzumschreibungen lassen uns voller Optimismus auf die diesjährige Messe blicken“, sagt Stefan Koschke, Director des Caravan Salon.

Ob Mini-Caravan mit Schlafstätte und Kochgelegenheit auf wenigen Quadratmetern oder rollendes Luxusmobil – in Düsseldorf ist alles zu sehen, was der Markt zu bieten hat. Bewährte Grundrisse und Fahrzeugklassiker sind dabei ebenso beliebt wie die neuen Modelle und Baureihen für die kommende Saison. Schon für Budgets ab 5.000,- Euro sind kleine, einfach ausgestattete Mini-Caravans zu haben; nach oben sind bei den individuell gefertigten Luxusreisemobilen und Luxuscaravans kaum Grenzen gesetzt.

Die Anforderungen, die heutige Kunden an ihr Reisemobil oder ihren Caravan stellen, sind höchst unterschiedlich. Zum einen werden kompakte Fahrzeuge immer beliebter. Diese sind agiler und leichter zu bewegen und daher auch für den Alltag oder einen Städtetrip geeignet. So machen ausgebaute Kastenwagen inzwischen fast die Hälfte der Reisemobilproduktion aus und haben die mittelgroßen teilintegrierten Modelle an der Spitze abgelöst.

Der Herstellerverband CIVD und die Messeleitung konnten auf der Eröffnungs-Presdsekonferenz des Caravan SAlon rekordverdächtige Zahlen vermelden. (Foto: det)
Der Herstellerverband CIVD und die Messeleitung konnten auf der Eröffnungs-Presssekonferenz des Caravan Salon 2018 rekordverdächtige Zahlen vermelden. (Foto: det)

Zum anderen möchte der Camper von heute beim Komfort keine Abstriche machen, entsprechend steigt die Nachfrage nach Komfortoption wie breitere Aufbautüren, Ausstattungsextras und elektronischen Helfern. So sind inzwischen fast alle Geräte im Freizeitfahrzeug über ein zentrales Bedienpanel sicher und intuitiv steuerbar und die Füllstände der Batterien und Wassertanks abrufbar – oftmals per Smartphone.

„Die Kunden sind bereit für mehr Komfort und Benutzerfreundlichkeit einen höheren Preis zu zahlen“, sagt Daniel Onggowinarso, Geschäftsführer des Caravaning Industrie Verbandes e.V. (CIVD).

Variable Innenraum-Gestaltung und modernes Design

Auch bei der Innenraum-Gestaltung sind die Kunden anspruchsvoll. Die Fahrzeug-Hersteller bieten immer mehr Modelle mit immer variableren Grundrissen an. Die Verwendung von elektrisch bedienbaren Hub-Betten, meist über den Fahrersitzen angeordnet, ermöglicht völlig neue Grundriss-Varianten. So fand die aus dem Caravan bekannte große Rund-Sitzgruppe im Heck auch Einzug in Reisemobile. Um das Fahrzeuginnere modern, hell und luftig zu gestalten, blicken die Hersteller auch über den Tellerrand hinaus und lassen sich von Interior-Designern inspirieren oder entwickeln zusammen mit Licht-Spezialisten innovative Beleuchtungskonzepte.

Innovative Leichtbaulösungen zur Gewichtseinsparung

Doch viele Features bringen ein Mehr an Gewicht mit sich. Erschwerend kommt bei Reisemobilen im wahrsten Sinne des Wortes hinzu, dass die Basisfahrzeuge wegen immer mehr Ausstattung und Assistenzsystemen, die Fahrkomfort und Sicherheit erhöhen, ohnehin an Gewicht zugelegt haben. Durch die EU-Führerschein-Reform dürfen mit dem Pkw-Führerschein nur Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen bewegt werden. Es ist also sinnvoll, unter dieser Grenze zu bleiben. Bei Caravans liegt eine Herausforderung darin, dass viele Verbraucher zunehmend kompakte Pkw mit begrenzter Anhängelast fahren. Daher setzen die Hersteller immer neue Leichtbauweisen ein. Dabei bleibt es nicht beim Austausch schwerer Materialien durch leichtere Alternativen.

„Immer mehr Hersteller gehen dazu über, den herkömmlichen Aufbau von Freizeitfahrzeugen komplett zu überdenken. Auf dem Caravan Salon werden einige dieser innovativen Ansätze zu sehen sein“, sagt Onggowinarso.

Infos: Zur Webseite des Caravan Salons

Claus-Detlev Bues

Claus-Detlev Bues

Claus-Detlev Bues ist seit Jahrzehnten in leitenden Funktionen als Fach-Redakteur in den Bereichen Caravaning, Off-Road und Outdoor tätig. Neben mehreren Print-Titeln verantwortet er nun auch als D.C.I - Chefredakteur die Online-Berichterstattung und betreut darüber hinaus die Bereiche Test und Technik. Aus seiner Feder stammen mehrere Sachbücher zum Thema Caravaning. In seiner Freizeit schraubt er gerne an Oldtimern und ist aktiver Selbst- und Ausbauer von Wohnmobilen, mit denen er in ganz Europa unterwegs ist.
Claus-Detlev Bues