Deutschland ist Bierland und von überall her strömen die Menschen, um das leckerste Bier der Welt zu trinken. (Foto: Holidu)

Deutschland ist Bierland und von überall her strömen die Menschen, um das leckerste Bier der Welt zu trinken. (Foto: Holidu)

Prost – Die ultimative Bierroute durch Deutschland

Deutschland, Freizeit, Kunst & Kultur, Tourismus

Deutschland ist Bierland und von überall her strömen die Menschen, um das leckerste Bier der Welt zu trinken. Egal, ob nun das Helle im Maßkrug auf dem Münchner Oktoberfest, das Kölsch in der typischen Stange mit 0,2 Liter Fassungsvermögen, oder ein Pils – jeder hat freilich seine Vorlieben, doch in einem ist man sich einig: Deutsches Bier, das einzig wahre! Ist das so? Die Fewo-Suchmaschine Holidu hat die ultimative Bierroute durch Deutschland ermittelt.

Zwar hat Bier in Deutschland Tradition, vor allem im Bundesland Bayern, in dem etwa 43 Prozent der deutschen Brauereien ansässig sind. Doch ist in den letzten zehn Jahren der Bierkonsum um knappe 10 Liter pro Kopf gesunken1. Tatsächlich werden viele wählerischer, was Bier angeht und die Entwicklung zeigt Richtung Genuss. Im Trend liegt Craft Beer, Spezialitätenbier in den wundersamsten Geschmacksrichtungen, das in kleinen Brauereien gebraut wird und häufig einen höheren Hopfengehalt aufweist als herkömmliches Bier.

In Großstädten macht sich der Trend besonders bemerkbar – doch wo lohnt sich ein Besuch am ehesten? Anlässlich des Internationalen Tag des Bieres am 2. August hat Holidu, die Suchmaschine für Ferienhäuser, eine kleine Biertour durch Deutschland zusammengestellt. Anhand von Google-Daten haben wir analysiert, welches die beliebtesten Kneipen, Bars oder Pubs sind, die durch ein außergewöhnliches Angebot bestechen. Der ein oder andere Geheimtipp ist sicherlich dabei!

Berlin – Protokoll Berlin

Protokoll-Berlin: Bier & Fun in der Hauptstadt. (Foto: Holidu)
Protokoll-Berlin: Bier & Fun in der Hauptstadt. (Foto: Holidu)

Wir beginnen die Reise in der Hauptstadt Berlin, in der viele Trends ihren Anfang finden – oder aufgegriffen werden. Die Craft-Beer-Bewegung ist aus Amerika herüber geschwappt und Berlin ist gewiss ganz vorne mit dabei, was das Angebot der ungewöhnlichen, handwerklich gebrauten Spezialitätenbiere angeht. Besonders beliebt ist das Protokoll Berlin, das “Beer & Fun” verspricht. Allein die Zapfhähne sind einen Blick wert: In die Griffe sind Hölzer, Zapfen und Zweige eingearbeitet, die Naturverbundenheit zeigen und einen Kontrast zu der reduzierten Einrichtung im industriellen Stil darstellen. Die Bier-Bar liegt zentral im Friedrichshainer Kiez und bietet 24 verschiedene Fassbiere an, aktuell vor allem aus den USA, Russland und Deutschland. Wer lieber zur Flasche greifen möchte, hat eine schier endlose Auswahl. Sogar anti-alkoholisches Craft Beer ist dabei. Wer etwas Neues ausprobieren möchte, sollte unbedingt das saure Bier testen.

Dortmund – Bergmann Kiosk

Kult und dekmalgeschützt: Der Bergmann-Kiosk in Dortmund. (Foto: Holidu)
Kult und dekmalgeschützt: Der Bergmann-Kiosk in Dortmund. (Foto: Holidu)

Von Berlin geht es nach Dortmund, der Biermetropole im Ruhrgebiet, mit der bis heute Kohle, Stahl und eben Bier verbunden wird. Seit 2007 wird das Dortmunder Bergmann-Bier, das auf eine lange Geschichte zurückblickt, wieder im traditionellen Stil gebraut. Das Bier der Kleinbrauerei trinken Liebhaber im kultigen, denkmalgeschützten Bergmann Kiosk, der mit dem Slogan “Harte Arbeit, ehrlicher Lohn” an frühere Zeiten erinnert. Doch der Spruch gilt natürlich immer noch, denn das Feierabend-Bier nach getaner Arbeit gehört für viele einfach dazu! Nicht nur am Kiosk ist das selbstgebraute Bier erhältlich, sondern auch in der Stehbierhalle Phoenix West. Das Besondere: Hier gibt es nicht nur alle Bergmann-Sorten vom Fass, sondern auch regelmäßig neue Sude, die es nur an diesem Ort zum Probieren gibt. Von Juni bis September stehen zudem Food Trucks vor der Halle, die für das leibliche Wohl sorgen. Worauf also noch warten, ab zum Kiosk oder zur Stehbierhalle und schnell eine Hopfensünde, ein Adam Bier oder ein Export in die Hand.

Köln – Craftbeer Corner Coeln

15 innovative Craft-Beer-Sorten bitete das Craft-Beer Corner Coeln an. (Foto: Holidu)
15 innovative Craft-Beer-Sorten bietet das Craft-Beer Corner Coeln an. (Foto: Holidu)

Der nächste Stopp unserer Bierreise liegt etwas über eine Stunde entfernt, in Köln. Hier erwartet Craft-Beer-Freunde und alle, die es werden wollen, Kölns erstes Tap-House, das sich großer Beliebtheit erfreut: die Craftbeer Corner Coeln. Frisch vom Fass gibt es 15 verschiedene, innovative Sorten, die meisten von deutschen oder belgischen kleinen Brauereien. Selbstverständlich ist zusätzlich eine große Auswahl an Flaschenbieren vorhanden. Wie wäre es mit einem IPA oder Stout? Wer nicht so recht weiß, welches Craft Beer zu einem passt, kann ganz einfach ein Testbrett bestellen, sich beraten lassen, ein privates Beer Tasting buchen – oder sich gleich sein eigenes Bier brauen. In einem Braukurs wird das Handwerk erlernt und und das selbstgebraute Bier bekommt man für den Gärungsprozess selbstredend mit nach Hause. Wenn das kein erinnerungswürdiges Erlebnis ist!

Karlsruhe – Oxford Pub

Burger und Beer im stylischen Oxford Pub in Karlsruhe. (Foto: Holidu)
Burger und Beer im stylischen Oxford Pub in Karlsruhe. (Foto: Holidu)

Das Bier Tasting in Köln gut überstanden? Super, weiter geht es nach Karlsruhe, in den Oxford Pub. Insbesondere Studenten lassen sich hier von dem Angebot verwöhnen – Burger und Bier der besonderen Art sorgen eben für willkommene Entspannung. Die schicke, heimelige Einrichtung – dunkles Holz, rote Wände, Kronleuchter und ein riesiges Bücherregal – trägt ihr Übriges dazu bei und katapultiert einen direkt nach Großbritannien. Geschmacklich geht die Reise gleich weiter: Der Blick auf die Bierkarte zeigt ein umfangreiches Sortiment aus den verschiedensten Ländern und begeistert Bierkenner sowie Experimentierfreudige. Schließlich erwarten einen u.a. Biersorten, die nach Karamell, Beeren oder Schokolade schmecken. Im Zuge einer Deutschlandreise entlang beliebter, außergewöhnlicher Bierkneipen darf der Oxford Pub definitiv nicht fehlen.

München – Schiller Bräu – Tap-House

Bayersische Gastfreunddschaft und selbstgebrautes Bier im Schiller Bräu München. (Fozo: Holidu)
Bayerische Gastfreundschaft und selbstgebrautes Bier im Schiller Bräu München. (Foto: Holidu)

Von Karlsruhe aus fahren wir nach München, in die bayerische Landeshauptstadt, die weltweit bekannt für ihre Brauereien ist. Doch selbst hier gibt es noch versteckte Juwele, wie das Schiller Bräu im Bahnhofsviertel. Getreu dem hauseigenen Motto “Dahoam is Dahoam – Bavarian hospitality in the centre of Munich” wird der Fokus auf bayerische Gastfreundschaft, traditionelle Küche und selbstgebrautes Bier gelegt. Ein Dunkles zu den herzhaften Mahlzeiten wird besonders empfohlen. Alternativ kann Helles, Weißbier, Scheps oder das Monatsbier, einzusehen im Schiller Bräu Bierkalender, gewählt werden. Ein Probiertragerl gibt es außerdem. Wer bayerische Bierkultur in rustikaler, heimeliger Atmosphäre erleben möchte, ist mit dieser Brauereischänke bestens bedient.

Doch auf der Suche nach Craft Beer? Dann auf geht’s, vom Hauptbahnhof zum Ostbahnhof ins Tap-House. Die Bezeichnung als Münchner Tor zur Welt des Bieres trifft es dabei ganz gut, denn die nach Bier dürstenden Gäste können zwischen 42 Sorten aus dem Fass und insgesamt 200 Craft-Beer-Sorten wählen. Hier ist bestimmt für jede Geschmacksrichtung etwas dabei. Bayerische Schmankerl werden außerdem serviert und unter der Gewölbedecke im schummrigen Licht lässt sich bei Bier und Brot das Leben perfekt genießen. Nur eines gilt es zu beachten: Eine Reservierung im Vorhinein ist nicht möglich.

Nürnberg – Café Bar Wanderer

Tolles Ambiente und ein herrlicher Biergarten im Cafe Wanderer in Nürnberg. (Foto: Holidu)
Tolles Ambiente und ein herrlicher Biergarten im Cafe Wanderer in Nürnberg. (Foto: Holidu)

Für den nächsten Halt bleiben wir in Bayern, bewegen uns aber nördlich, nach Nürnberg im schönen Franken. Hier sind wir nun in der Region mit der höchsten Brauerei-Dichte der Welt! In der Stadt angekommen, führt kein Weg am Café Bar Wanderer vorbei. Ideal am historischen Tiergärtnertor gelegen, nur wenige Schritte vom Albrecht-Dürer-Haus entfernt, zieht es Einheimische und Städtereisende gleichermaßen zum “Bieramt”, das ebenfalls zum Café Wanderer gehört, und in dem ausschließlich fränkische Biere angeboten werden. Allein die Standard-Auswahl ist schon beträchtlich. Hinzu kommen jede Woche wechselnde Aktions-Fassbiere, die im Bierfahrplan auf der Homepage eingesehen werden können. Am besten lässt sich fränkisches Bier bei einem typisch bayerischen Weißwurstfrühstück genießen. Auch das wird im Bieramt angeboten – und zwar jeden ersten Samstag im Monat.

Erfurt – Der Bier-Rufer

Creaft-Beer in Sachsen: Der Bierrufer hat Erfolg: Viele Gäste folgen dem Ruf. (Foto: Holidu)
Creaft-Beer in Sachsen: Der Bierrufer hat Erfolg: Viele Gäste folgen dem Ruf. (Foto: Holidu)

Fantastische Bewertungen und eine kleine Fangemeinde hat der Bier-Rufer in Erfurt bereits für sich gewinnen können. Deswegen empfehlen wir, von Nürnberg nach Erfurt zu fahren und als nächstes die Craft-Beer-Brauerei in der Michaelisstraße aufzusuchen. Eine Einkehr verspricht den Genuss von selbst gebrautem Bier nach eigener Rezeptur und täglich wechselnde Fassbiere. So bleibt es für Bierkenner, Stammgäste sowie die Besitzer selbst immer spannend – jeder Abend verspricht ein neues Erlebnis. Außerdem warten 250 Flaschenbiere darauf, probiert zu werden. Mit der Auswahl überfordert? Kein Problem. Gäste loben den herausragenden Service, der dabei hilft, innerhalb kürzester Zeit das zu einem passenden Bier zu finden. Übrigens: Name und Lage der Bierschänke haben eine tiefere Bedeutung. Im Mittelalter wohnte in der Altstadt der sogenannte Bierrufer, dessen Aufgabe es war, zu verkünden, wo gerade Bier frisch gezapft wurde.

Leipzig – Cliff’s Brauwerk

In Cliff’s Brauwerk in Leipzig erhalten Bierfreunde kreative Eigenkreationen basierend auf verschiedenen Bierstilen und -rezepturen. (Foto: Holidu)
In Cliff’s Brauwerk in Leipzig erhalten Bierfreunde kreative Eigenkreationen basierend auf verschiedenen Bierstilen und -rezepturen. (Foto: D.C.I.-Archiv)

Das vorletzte Ziel unserer Bierreise durch Deutschland ist Leipzig. In Cliff’s Brauwerk erhalten Bierfreunde kreative Eigenkreationen basierend auf verschiedenen Bierstilen und -rezepturen. Das Augenmerk liegt dabei auf der Herstellung von möglichst unterschiedlichen Biersorten, mit dem Ziel, ein Geschmackserlebnis zu bieten, das seinesgleichen sucht. Abwechslungsreichtum, Handwerk aus Leidenschaft – und kostenlose Salzstangen sind die Markenzeichen des Brauwerks. Wer mehr Hunger hat, darf seine eigene Brotzeit (inklusive Teller und Besteck) mitbringen, oder sich sogar Essen liefern lassen. Wem es vorrangig um den Genuss verschiedener Biersorten geht: Vorrätiges Fassbier wird einem gerne auch in Flaschen zum Mitnehmen abgefüllt, sodass man nicht über den Durst trinken muss, sondern sich ganz auf die einzelnen Nuancen konzentrieren kann. Auf den Geschmack gekommen? Dann wird es Zeit, einen Blick auf die aktuell angebotenen Biersorten zu werfen und nach Leipzig zu fahren!

Berlin – The Muted Horn

The Muted Horn, eine Bar in Berlin-Neukölln, die in erster Linie amerikanisches, englisches und kanadisches Craft Beer im Sortiment hat. (Foto: Holidu)
The Muted Horn, eine Bar in Berlin-Neukölln, die in erster Linie amerikanisches, englisches und kanadisches Craft Beer im Sortiment hat. (Foto: D.C.I.-Archiv))

Unsere Rundreise durch Deutschland, entlang beliebter und besonderer Bierschänken, Kneipen und Craft-Beer-Bars, endet schließlich wieder in Berlin, und zwar in Neukölln, in der Nähe des Tempelhofer Felds. Hier erwartet uns mit The Muted Horn, eine Bar, die in erster Linie amerikanisches, englisches und kanadisches Craft Beer im Sortiment hat. 22 Holzzapfhähne vor roter Ziegelwand, zahlreiche Flaschenbiere und ein ständig wechselndes Sortiment sorgen für eine naturverbundene und gleichzeitig hippe Atmosphäre. Wie auch in Cliff’s Brauwerk in Leipzig sind die Besucher herzlich dazu eingeladen, ihr eigenes Essen mitzubringen, oder sich Essen in die Bar liefern zu lassen, da keine Küche vorhanden ist. Unkomplizierter geht der Abschluss einer Biertour kaum!

Infos: Zur Webseite von Holidu

Quelle: Pressemitteilung Holidu


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Claus-Detlev Bues

Claus-Detlev Bues ist seit Jahrzehnten in leitenden Funktionen als Fach-Redakteur in den Bereichen Caravaning, Off-Road und Outdoor tätig. Neben mehreren Print-Titeln verantwortet er nun auch als D.C.I - Chefredakteur die Online-Berichterstattung und betreut darüber hinaus die Bereiche Test und Technik. Aus seiner Feder stammen mehrere Sachbücher zum Thema Caravaning. In seiner Freizeit schraubt er gerne an Oldtimern und ist aktiver Selbst- und Ausbauer von Wohnmobilen, mit denen er in ganz Europa unterwegs ist.
Claus-Detlev Bues