Seit zehn Jahren erfolgreich: Über 325 Reinigungsstationen für Cassetten-Toilettentanks hat CamperClean in 15 Ländern europaweit aufgestellt (Foto: CamperClean).

Seit zehn Jahren erfolgreich: Über 325 Reinigungsstationen für Cassetten-Toilettentanks hat CamperClean in 15 Ländern europaweit aufgestellt (Foto: CamperClean).

10 Jahre Toilettenhygiene im Caravaning – CamperClean feiert Jubliäum

Camping, Reinigung & Pflege, Umwelt, Zubehör

„Die beste Innovation in der Campingbranche der vergangenen zehn Jahre“! Treffender kann man die Basis der Erfolgsgeschichte von CamperClean kaum formulieren. Ursprünglich stammt diese Aussage von Frank Seibt vom Erholungszentrum „Grav Insel“ in Wesel, der 2014 als erster deutscher Campingplatz den Prototypen der heutigen Entleer- und Reinigungsstation testen durfte.

Ihren Ursprung hat die Erfolgsgeschichte allerdings bereits im Jahr 2007. Damals fuhr Ralf Tebartz, einer der späteren CamperClean-Firmengründer, zum ersten Mal mit dem Caravan in den Urlaub. Er war überrascht und entsetzt über die damaligen händischen Entsorgungs- Einrichtungen für Chemietoiletten. Fortan dachte er über eine Verbesserung der Entsorgungsmöglichkeiten nach. Zusammen mit seinem Bruder Peter arbeitete er an einer technischen Lösung des Problems. Zeitgleich analysierten die beiden die Rentabilität einer möglichen Techniklösung. Schon im Rahmen dieser ersten technischen Überlegungen suchten die beiden zusätzlich nach einem Sanitärkonzentrat, das ohne Chemie und somit umweltfreundlich wirkt.

Das Innenleben des ersten Prototypen. (Foto: CamperClean)
Das Innenleben des ersten Prototypen. (Foto: CamperClean)

Von der Idee zum Prototypen

Nach positivem Abschluss der Rentabilitätsanalyse („Was darf eine solche Station bei der Herstellung sowie im Verkauf kosten“) und ersten technischen Ideen zog sich Peter Tebartz im Jahr 2008 aus zeitlichen Gründen aus den operativen CamperClean-Aktivitäten zurück. Von der Idee inspiriert und mit dem festen Willen (s)eine vollautomatische, hygienische und komfortable Ent- und Versorgungsstation zu realisieren holte Ralf Tebartz, selbst gelernter Energieelektroniker seinen Freund Mark Butterweck, ausgebildeter Kfz-Mechaniker und Schweißtechniker sowie gelernter Tief- Straßen- und Betonbaumeister als technisch versierten „Macher“, zur Ausarbeitung der vollautomatischen Reinigungsstation an Bord. Gemeinsam entwickelten sie die Station zur Marktreife.

So begann alles: CamperCöean Mitgründer Ralf Tebarz an seinem ersten Prototypen der Station. (Foto: CamperClean)
So begann alles: CamperClean Mitgründer Ralf Tebartz an seinem ersten Prototypen der Station. (Foto: CamperClean)

Gründung der Firma CamperClean

2010 war es soweit: Ralf Tebartz und Mark Butterweck gründeten offiziell die Firma CamperClean. Firmensitz war und ist Schermbeck, das zwischen dem Niederrhein und dem westfälischen Münsterland gelegen ist. Die Station war in diesem Jahr bereits soweit gereift, dass Tebartz und Butterweck diese zum Patent anmeldeten.

 

 

Entwicklung eines biologischen Sanitätkonzentrates 

Zu einer sauberen Station gehört auch ein sauberer (ökologisch umweltfreundliches) Sanitärzusatz. Damals gab es nur chemiebasierte Mittel. Deshalb entscheiden sich Tebartz und Butterweck, ein eigenes, umweltfreundliches Produkt entwickeln zu lassen. Nach ausgiebigen Praxistest präsentiert CamperClean im Jahr 2012 mit „MikroGreen“ ein völlig chemiefreies, absolut umweltfreundliches, auf Mikroorganismen basierendes Sanitärkonzentrat.

Erster Prototyp 2011

Ein Jahr später, nach über sechsjähriger Entwicklungsphase, war es soweit: CamperClean stellt die erste vollautomatische Entsorgungsstation für Chemietoiletten vor. Für eine einjährige Testphase wurden die ersten Prototypen auf Campingplätzen in Wesel und Sonsbeck installiert. So manchen Tag verbrachten die beiden Tüftler auf den Campingplätzen um „live“ zu verfolgen, wie denn die Camper die neue Station annehmen würden. Kurz und knapp: Die Camper waren begeistert. Zunächst mussten sie sich mit der Station und dem technischen Procedere vertraut machen. Aber dann kam ein „Aha“-Erlebnis und die simple Nutzung mit dem hohen Komfort schlugen in Begeisterung um.

Die erste CamperClean-Station im Feldtest auf dem Campingplatz Grav Insel. (Foto: CamperClean)
Die erste CamperClean-Station im Feldtest auf dem Campingplatz Grav Insel. (Foto: CamperClean)

Nach Abschluss der Testphase begann der Siegeszug der Station zunächst in Deutschland. Binnen kurzer Zeit wurden deutschlandweit 25 Station aufgestellt. 2014 bekam CamperClean das Deutschland-Patent und auch vom ADAC einen Ritterschlag. Der „ADAC Camping Award“, bis dato nur für die Auszeichnung von Campingplätzen vorgesehen, wurde erstmals an einen Industrie-Hersteller, CamperClean und seine Station, verliehen.

Der Erfolg der Station ist umso bemerkenswerter, da in der doch konservativ geprägten Campingbranche, ein solches technisch unbekanntes Produkt mit einem immerhin fünfstelligen Investitionsvolumen, von den Betreibern eher skeptisch beäugt wurde. Aber CamperClean hatte schon damals die Zeichen der Zeit erkannt und neben dem hohen Komfort (im Vergleich zur händischen Entsorgung) für die Camper auch den Stellenwert von Ökologie und Ökonomie (Ersparnis von Personal und Ressourcen) für den Platzbetreiber erkannt.

CamperClean wird international

Ab 2015 wird dann auch Europa auf CamperClean aufmerksam. Um der internationalen Nachfrage gerecht zu werden gründete CamperClean Handelsvertretungen und fand Vertriebspartner in den Niederlanden, Kroatien, Norwegen, Großbritannien, Irland, Spanien, Portugal und Dänemark. Zum Ende des Jahres war CamperClean in acht Ländern mit über 40 Stationen vertreten. Der Erfolg von CamperClean ließ die Branche aufhorchen. Basierend auf dem technischen Verständnis, dem Komfortanspruch sowie dem ökologischen und ökonomischen Bewusstsein werden die Unternehmensgründer zunehmend auch auf Lösungen von anderen komfortablen Funktionseinrichtungen auf Campingplätzen angesprochen.

Ab 2015 expandiert CamperClean nach Europa und fertigt die Stationen industriell. (Foto: CamperClean)

Aufgrund dieser zusätzlichen Nachfrage kam es zur Kooperation von CamperClean mit dem englischen Unternehmen CPES. Die Firma CPES (Caravan Park Electrical Services) ist englischer Marktführer für Campingplatzausstattungen. Tebartz und Butterweck waren vom CPES-Portfolio angetan und vereinbarten 2016 eine Kooperation. Seitdem entwickelt und produziert CPES im Auftrag von CamperClean komfortable Komponenten wie Strom-, Wasser- und Versorgungssäulen für Deutschland und den europäischen Markt. Somit wächst CamperClean neben der Lieferung von Ver- und Entsorgungsstationen auch zum Komplettanbieter für die Basis-Ausstattung von Stell- und Campingplätzen in den D-A-CH-Ländern heran.

Start der industriellen Fertigung

Im gleichen Jahr (2016) startete CamperClean die industrielle Serienfertigung seiner patentierten Entleer- und Reinigungsstation. Weitere Plätze in Deutschland, Spanien, Großbritannien und Kroatien entschieden sich für CamperClean. Zum Jahresende überschritt CamperClean europaweit die Marke von 100 Stationen.

2017 kamen die ersten Kunden in der Schweiz, Österreich sowie Italien und zum Jahresende waren europaweit über 150 Stationen in Betrieb. Mit dem gewachsenen Portfolio und dem Erfolg der Station kehrte Peter Tebartz ins Unternehmen zurück und verstärkte das Team als geschäftsführender Gesellschafter.

Erweiterung: Ab 2018 bekam die Station eine integrierte Möglichkeit Grauwasser und Fäkalien zu entsorgen. (Foto: CamperClean)
Erweiterung: Ab 2018 bekam die Station eine integrierte Möglichkeit Grauwasser und Fäkalien zu entsorgen. (Foto: CamperClean)

Im März 2018 kam Schweden als weiteres CamperClean-Land hinzu. Mehr als 200 CamperClean-Stationen waren zum Saisonstart bereits europaweit in 13 Ländern installiert. Im August präsentierte CamperClean eine Weltneuheit: Die Entsorgung von Fäkalien und Grauwasser durch ein integriertes vollautomatisches System. Von der bekannten Reinigungsstation als Basis wird jetzt zentral auch ein befahrbarer Grauwasserschacht mit Spülsystem für Reisemobile jeder Größe vollautomatisch überwacht und gesteuert.

 

 

CamperClean erweitert sein Portfolio

Auf dem Weg zum Vollsortimenter erweiterte CamperClean sein Portfolio um die Produkte „Fahrzeug-Schranken-Systeme“, „Zugangssysteme für Funktionsräume“ (wie Duschen und Waschräume) und „Check-In/Out-Terminals inklusive komplexer Abrechnungssysteme“. Getreu dem Motto “Alles aus einer Hand”, liefert CamperClean mittlerweile alle Gewerke und Dienstleistungen rund ums Camping.

Auf dem Weg zum Vollsortimenter hat CamperClean Schranken- Eingang- und Zahlungsysteme in sein Programm aufgenommen. (Foto: CamperClean)
Auf dem Weg zum Vollsortimenter hat CamperClean Schranken- Eingang- und Zahlungsysteme in sein Programm aufgenommen. (Foto: CamperClean)

Zum Saisonstart 2019 waren fast 300 CamperClean Entleer- und Reinigungsstationen auf europäischen Campingplätzen vertreten. Im Juli beschlossen CamperClean und das polnische Technik-Unternehmen Krozmet eine Kooperation für den Vertrieb in Polen. So wurde CamperClean prestigeträchtig nominiert für den französischen SETT d’Or Trophées de l’innovation. Die europaweit exklusive Marktstellung von CamperClean manifestierte sich durch die Erteilung des Europa-Patents für die CamperClean- Station im November 2019.

Zu Beginn des Jahres 2020 gründete CamperClean eine Vertretung in Frankreich und erweiterte sein europäisches Netzwerk mit der ersten Reinigungsstation in Plovdiv, Bulgarien. CamperClean ist nun europaweit in 15 Ländern mit circa 325 Reinigungsstationen vertreten.

Durch die Corona-Krise ist die CamperClean-Erfolgsgeschichte ein wenig ins Stocken geraten. Aufgrund der europaweiten Schließung von Tourismus-Einrichtungen wurden diverse Investitionsentscheidungen vertagt. Aber nach einer zu erwartenden Normalisierung wird das Unternehmen gestärkt aus der Krise hervorgehen. Denn speziell die CamperClean-Station mit ihrem einzigartigen Ökologie- und Ökonomie-Konzept sowie seinem herausragenden Hygiene-Standard wird zukünftig auf Camping- und Stellplätzen eine elementare Rolle spielen.

Infos:  Zur Webseite von CamperClean

Quelle: Pressemitteilung CamperClean


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Claus-Detlev Bues