Petri Heil – Petri Dank“ -  die traditionelle Grußformel der Fischer und Angler wird man im Juni in Schwedisch Lappland wohl mehrmals am Tag hören.  (Foto: swedishlappland)

Petri Heil – Petri Dank“ -  die traditionelle Grußformel der Fischer und Angler wird man im Juni in Schwedisch Lappland wohl mehrmals am Tag hören.  (Foto: swedishlappland)

Angeln unter der Mitternachtssonne in Schwedisch Lappland

Freizeit, Natur, Schweden, Tourismus

Wenn die Sonne nicht untergeht und allenfalls um Mitternacht leichte Dämmerung herrscht, dann ist die Zeit der Mitternachtssonne in Schwedisch Lappland. Jetzt “steigen” die Äschen, und Fliegenfischen am Gänsefluss hat seinen ganz besonderen Reiz.

Wer einmal am Ufer des Flusses Kaitum stand und seine Angel auswarf, weiß, was Glück bedeutet. Kristallklares, langsam fließendes Wasser und ein unglaublicher Fischreichtum zeichnen das fast unberührte Gewässer aus, das zwischen Kiruna und Gällivare verläuft. Eine der berühmtesten Lodges speziell für Angler ist Tjuonajokk, so abgelegen, dass man am besten mit Helikopter anreist.

Das Wort aus der Sprache der Samen bedeutet Gänsefluss, aber diese Vögel sind nicht der Grund für den Aufenthalt. Es warten Seesaibling, Hecht, Forelle und vor allem Äschen. Vor einigen Jahren zählte man auf rund 100 Meter Flusslänge rund 4.000 dieser schmackhaften Süßwasserfische. Reiseveranstalter haben sich auf die speziellen Wünsche von Angelfreunden spezialisiert und bieten Reise-Pakete für nachhaltiges Fischen an, die Kontakte mit den lokalen Samen-Gemeinschaften beinhalten. Die erfahrenen Guides kennen die besten Ecken und sorgen so für einen unvergesslichen Angeltrip.

Nicht weniger berühmt ist der Fluss Lainio. Wer hier angeln will, fliegt beispielsweise nach Luleå und fährt mit dem Auto nach Kangosfors, um im Lapland Guesthouse zu übernachten. Am Lainio werden vor allem Lachse geangelt, aber auch Äsche und Forelle lassen sich beim Fliegen- oder Spinnfischen fangen. Im Juli findet hier regelmäßig das “Laxfestivalen” statt, ein Lachs-Fischwettbewerb, der viele Angelfreunde anzieht.

Doch jeder Angler weiß: Es braucht kein Volksfest fürs große Glück. Es sind nur Wattstiefel, eine Angel und die Box mit den Lachsfliegen nötig. Anschließend an der Bar lässt man die Abenteuer Revue passieren und tauscht sich mit seinen Angelfreunden aus. „Dein Hecht war so groß? Meine Forelle war aber sooo groß!“ Anglerlatein ist eben eine der wenigen Fremdsprachen, für die es keine Sprachkenntnisse braucht.

Infos:  Zur Webseite des Schwedischen Lapplandes



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Hans-Christian Bues