Nach zwei Jahren Abstinenz spielt Eura mit der Integra-Baureihe wieder in der Oberklasse mit. (Foto: det)

Nach zwei Jahren Abstinenz spielt Eura mit der Integra-Baureihe wieder in der Oberklasse mit. (Foto: det)

Eura Mobil stellt neues Flaggschiff Integra vor

Eura Mobil, Fahrzeugvorstellung, Saison 2018

Nachdem sich Eura Mobil in den vergangenen zwei Jahren bei den Neuentwicklungen auf die volumenstarken Marktsegmente konzentrierte, stößt der Hersteller aus Sprendlingen jetzt mit dem aktuellen Integra in eine neue Dimension seiner Modellpalette vor.

Der neue Integra von Eura  ist kein “Facelift”, sondern eine komplette Neuentwicklung mit eigenständiger Gestaltung. Auffällig am gediegen-modernen Außendesign ist die angenehme Aufbauhöhe von nur 2,92 Meter, obwohl der Integra wie bisher über ein Doppelbodenkonzept verfügt, um neben Wintertauglichkeit und Stauraum einen ebenen Boden ohne Stufen im gesamten Fahrzeug anbieten zu können. Der Kniff: Aus dem früher knapp 30 Zentimeter hohen Doppelboden ist ein Funktionsboden mit 19 Zentimeter Höhe geworden, und der neue Interga ruht auf einem Al-Ko-Tiefrahmenchassis.

Besonderen Wert hat dabei das Entwickler-Team um Frank Lessmann auf das Thema Licht und Beleuchtung gelegt. Innen und außen: Ganz im Sinne der aktiven Sicherheit verfügt der Integra schon in der Serienausstattung über LED Lichttechnik bei Fahrlicht, Fernlicht, Tagfahrlicht, Abbiegelicht sowie bei der Heckbeleuchtung.

Die hellere und gleichmäßigere Fahrbahnausleuchtung stellt ein erhebliches Sicherheitsplus bei Nachtfahrten dar. Bei der Heckbeleuchtung setzt Eura Mobil LED- Lauflicht mit Richtungsanzeige bei den Blinkern ein. Auch das verbessert die aktive Sicherheit durch die erhöhte Auffälligkeit für den rückwärtigen Verkehr. Eine Doppelaugenkamera im Heck, die neben der klassischen Funktion als Rückfahrhilfe auch zur Beobachtung des Fahrfeldes hinter dem Fahrzeug dient, ergänzt die Sicherheitsausstattung.

Die Leuchten werden zudem als Gestaltungsmittel für das Fahrzeugdesign eingesetzt. In der Frontpartie bestimmen die doppelten Scheinwerfer in schwarz gehaltenen Leuchtenträgern im Zusammenspiel mit dem großflächigen, hochglänzenden Chrom-Kühlergrill und den markanten Designlinien den dynamischen Auftritt des Integra.

Die ringförmigen Blinkleuchten sind dabei unauffällig in den runden Lampen integriert. Unterstützt wird der kraftvolle Charakter durch die ebenfalls in schwarzem Hintergrund eingefassten Abbiegelichter und den schwarzen Diffusor im Übergang zum Unterboden. Hinter der Panorama-Windschutzscheibe sind die oberen Positionsleuchten geschickt in die Oberflächenstruktur eingebettet.

Klare Kante zeigt auch das Heck: Eine dreidimensional gewölbte Heckwand mit schwarzem Diffusorelement in Rahmenhöhe und breiter Chromspange zwischen den großen LED-Leuchten zeugen von der aufwändigen Gestaltung des neuen Top-Modells.

Eine wahre Lichtsymphonie empfängt den Betrachter beim Eintritt ins Fahrzeuginnere. Flache Deckenleuchten in der Fahrzeugmitte wie auch in den Deckenbaldachinen an den Oberschränken erhellen den Innenraum mit einem hohen Maß an Funktionslicht. Küchenablagen und Arbeitsplatte sind ebenfalls illuminiert.

Prägendes Element ist aber die Vielfalt von atmosphärischen Beleuchtungselementen. Die dimmbare Ambientebeleuchtung umfasst dabei nicht nur die Oberschrankbeleuchtung sondern auch Zierelemente wie die gläserne Spritzschutzwand in der Küche oder die Lichtbänder an der Decke. Einen besonderen Blickfang bildet die Schlafraumbeleuchtung: Der Lichtaustritt an den zahlreichen Chromleisten an der Rückwand reflektiert den Lichtschein in vielfältiger Weise und taucht das Bett in stilvoll glitzernde Stimmung.

Die Acrylglasblende der Schiebetür zwischen Küche und Bad wird per Kontaktschalter beim Schließen von einer floralen Lichtgrafik erhellt und bildet so eine effektvolle Wandbeleuchtung statt nur pure Raumtrennung. Im Vorderwagen ist auch die Hubbettbeleuchtung in die Ambientebeleuchtung einbezogen.

Im neuen Integra kommt eine exklusiv für das Neue Top-Modell entwickelte Möbelarchitektur zum Einsatz. Edles Wohlfühlambiente durch hochwertige Materialien und erstklassige Verarbeitung sowie durch einen großzügigen Raumeindruck zu erzielen, war dabei das erklärte Ziel der Entwickler. Wieder ein Kniff: Während sonst die Grundmöblierung im Mobil dunkel gehalten wird und die Design-Akzente durch abgesetzte Klappen und Türen erreicht wird, hat man beim Integra die Grundmöblierung schon in hellem Dekor ausgelegt.

Deshalb zeigen die hochglänzende Oberschränke in Edelholzoptik mit breiten Chromeinlegern schon auf den ersten Blick den Oberklasse-Anspruch des Integra. Üppiger Einsatz von Chrom- Elementen findet sich auch bei den Unterschränken, den Bettverblendungen an der Rückwand und in vielen weiteren Details.

Im optisch reizvollen Kontrast dazu stehen die sonst matten Oberflächen des Möbelkorpus sowie die in hellem Creme-Tönen gehaltenen Arbeitsflächen, Möbelwangen und Wandelemente. Im Wohnraum dominieren ein luxuriöses Längssofa mit flauschigen Kissen statt klassischer Rückenpolster sowie ein massiver Zwei-Säulentisch den Lounge-Charakter des Integra. Auf Knopfdruck fährt bei den Dreiachsern ein hinter dem Seitensitz versenkter Flachbildschirm empor und bietet entspanntes Fernsehvergnügen.

Für die harmonische Anbindung an das Fahrerhaus laufen die Regale unter den Oberschränken in elegant gestalteten Formteilen an den Stauschränken des Hubbetts aus. Im Fahrerhaus selbst bieten die auf Wunsch auch mit Sitzheizung, Lordosenstütze und elektrischer Höhenverstellung ausgestatteten Komfortsitze luxuriösen Reisekomfort.

Eine beheizbare Windschutzscheibe, Doppelverglasung in den Seitenscheiben und ein Sound-System gehören zu den weiteren Upgrade-Möglichkeiten, während Zentralverriegelung und Busspiegel mit elektrischer Verstellung und Weitwinkelfeld bereits in der Serienausstattung enthalten sind.

In der Küche freuen sich die Reisenden über einen ergonomisch geschwungenen Küchenblock mit großem Kühlschrank, über die aufgesetzten Kocher mit Glasabdeckung, den schwenkbaren Federarm-Wasserhahn und die vielen Ablagefächer mit Beleuchtung. Als stilvolles und praktisches Detail zeigt sich der Lift für die Espresso-Maschine im Oberschrank.

Der Waschraum wird von der Lichtstimmung der hinterleuchteten Duschsäule geprägt, die wie die Badtür mit einem beleuchteten floralen Motiv für ein entspanntes Ambiente sorgt. Auch im Schlafbereich ist das Wohlfühlambiente zentraler Ansatzpunkt für die Gestaltung. Die edle Rückwandverblendung mit indirekt beleuchteten Chromelementen und die zur Fahrzeugmitte konkav geformten Oberschränke gehen an der Decke in flache, beleuchtete Baldachine über, die bis zur Verbindungstür durchgezogen sind.

Je nach Grundriss bieten die Schlafräume entweder zwei große Einzelbetten mit bis zu zwei Meter Länge oder ein großzügiges Zentralbett für erstklassigen Schlafkomfort auf Massagematratzen. Unter den Betten halten bis zu 1,24 Meter hohe Garagen jede Menge Stauraumvolumen bereit. Bei den Dreiachsern sind zudem je zwei hohe Kleiderschränke im Heck installiert. Besonderen Wert haben die Techniker auf die hochwertige und moderne Gestaltung der die Fahrzeugklasse prägenden Karosserieelemente an Front- und Heck gelegt.

Dynamische Kanten und elegante Schattenfugen prägen im Zusammenspiel mit glänzenden Chrombauteilen in schwarzen Kontrastflächen die optische Linienführung, während die im präzisen, dreidimensionalen RIM Verfahren gefertigten Bauteile wie Kühlergrill und Lampenträger das besondere fertigungstechnische Know-How beim Integra belegen.

Der für Eura Mobil typische, durchgehend beheizte Doppelboden beherbergt alle technischen Installationen im frostsicheren Keller des Mobils und bietet weitere, vom Innenraum zugängliche Staumöglichkeiten. Ein zentrales Technikfach ermöglicht von außen den Zugriff auf Wasserablasshähne und den zentralen Elektroverteiler. Neu ist auch die auf Wunsch erhältliche, per Knopfdruck vom Fahrersitz betätigte Abwassertankentleerung per Monitorkontrolle und Kameraführung.

In der Saison 2018 startet die neue Integra Baureihe mit drei Grundrissen. Der Zweiachser Integra 700 EB präsentiert sich mit überschaubarer Länge von 7,16m ohne auf die großen Komfort-Einzelbetten zu verzichten. Der 890 EB, ebenfalls mit Einzelbetten, sowie der 890 QB mit Zentralbett bilden dann mit einer Länge von je 8,99 Meter die Krönung der Modellpalette. Damit übertreffen die beiden Flaggschiffe alle bisher bei Eura Mobil gebauten Integrierten in der Länge. Die Produktion startet im Juli 2017, die Publikumspremiere feiert der Integra auf dem kommenden Caravan Salon in Düsseldorf.

Infos:  Zur Webseite von Eura Mobil 

INFO
Eura Integra 2018
Eura Mobil Integra
Basis: Fiat Ducato mit Al-Ko-Tiefrahmenchassis
zulässige Gesamtmasse: ab 3,5 Tonnen
Start Saison 2018 mit drei Modellen: 700 EB, 890 EB und 890 QB
L x B x H: 7.160-8.990 x 2.320 x 2.880 mm
Preis: ab etwa 90.000,- Euro

Claus-Detlev Bues

Claus-Detlev Bues

Claus-Detlev Bues ist seit Jahrzehnten in leitenden Funktionen als Fach-Redakteur in den Bereichen Caravaning, Off-Road und Outdoor tätig. Neben mehreren Print-Titeln verantwortet er nun auch als D.C.I - Chefredakteur die Online-Berichterstattung und betreut darüber hinaus die Bereiche Test und Technik. Aus seiner Feder stammen mehrere Sachbücher zum Thema Caravaning. In seiner Freizeit schraubt er gerne an Oldtimern und ist aktiver Selbst- und Ausbauer von Wohnmobilen, mit denen er in ganz Europa unterwegs ist.
Claus-Detlev Bues