Der Concorde-Zugtest prüft alle Sitze und Gurte sowie Fahrerhaus und Bodenplatte auf optimale Sicherheit. (Foto: Concorde)

Der Concorde-Zugtest prüft die Verankerungen aller Sitze und Gurte, sowie Fahrerhaus und Bodenplatte auf optimale Sicherheit. (Foto: Concorde)

Höchste Sicherheit für Sitz und Gurt – Concorde investiert in aufwändige Sicherheitstests

Concorde, Sicherheit, Technik

Die Sicherheit seiner Reisemobile und damit seiner Kunden genießt bei der Concorde Reisemobile GmbH höchste Priorität. Ein gutes Beispiel für diese Philosophie sind die kostspieligen und sehr aufwändigen „Zugtests“ des unterfränkischen Premiumherstellers.

Mit diesen technisch anspruchsvollen Versuchen prüft Concorde in Kooperation mit unabhängigen Instituten die stabile Befestigung von Fahrer- sowie Beifahrersitz aber auch von Barsitz und der Loungesitzgruppe. Gleiches gilt für die Verankerung aller Sicherheitsgurte, damit diese auch stärksten Belastungen gewachsen sind und die Reisemobilinsassen optimal schützen. Michael Sturm ist stellvertretender Konstruktionsleiter bei Concorde und unter anderem für diese Tests und deren Vorbereitung in Zusammenarbeit mit Marcus Herrmann, dem Homologationsbeauftragen bei Concorde, zuständig.

Zu Beginn einer Neukonstruktion simuliert Sturm mittels eines umfassenden CAD-Programms für jede Baureihe und jedes Concorde-Modell am Computer die Qualität der Befestigung aller Sitzgelegenheiten sowie die Qualität und Stabilität der Verankerungen aller Sicherheitsgurte. Diese rechnerisch durch FEM-Analysen (Finite-Elemente-Methode) ermittelten Ergebnisse werden dann von Marcus Herrmann begutachtet und mit dem von Concorde beauftragten technischen Dienst diskutiert sowie detailliert für die EG-Typgenehmigung aufgearbeitet.

Abhängig von der Konstruktionsstruktur und der Art der Belastung wird entschieden, ob ein Zugversuch bei einem unabhängigen Prüfinstitut durchgeführt wird. Die Vorbereitungen für einen solchen Test sind nicht nur kostspielig, sondern auch sehr aufwändig, wie Michael Sturm berichtet. So hat Concorde beispielsweise erst kürzlich ein komplettes Fahrerhaus an die Prüfstelle geliefert, um wirklich realitätsgetreue Tests zuzulassen.

Ein komplettes Fahrerhaus mit Sitzen und Gurten muss beim Concorde-Zugtest herhaten. (Foto: Concorde)
Ein komplettes Fahrerhaus mit Sitzen und Gurten ist beim Concorde-Zugtest Grundlage des Versuchaufbaus. (Foto: Concorde)

Denn nicht nur Sitze und Gurte werden geprüft – auch das gesamte Fahrerhaus mit Rahmen und Bodenelementen werden in den Test eingebunden. Beim Test selbst wird der Versuchsaufbau auf einer Bodenplatte festgespannt. An den Sitzen werden die in den EU- Fahrzeugbauvorschriften aufgeführten Prüfkräfte angelegt. Dabei darf der Aufbau nicht zu Bruch gehen. Auch wird die Verformung der Sitze gemessen, denn durch eine zu große Vorverlagerung können die Fahrzeuginsassen im Unglücksfall schwer oder tödlich verletzt werden.

Das Interessante an einem solchen Test ist, dass der eigentliche Zugversuch nur wenige Sekunden dauert. Das Planen der Prüfmuster und deren Aufbau in Aschbach bedarf allerdings einige Wochen und sogar Monate Zeit. Auch der Versuchsaufbau und allein die Einstellung der Prüftechnik vor Ort im Labor dauert schon fast einen kompletten Tag. Jährlich werden von Concorde etwa zwei dieser Tests durchgeführt. Diese garantieren dann absolut höchste Sicherheit für beste Sitz- und Sicherheitsqualität.

Infos:  Zur Webseite von Concorde


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Claus-Detlev Bues