Das Mercedes-Benz Werk Düsseldorf feiert den Produktionsstart des Mercedes-Benz eSprinters. (Foto: Mercedes-Benz)

Das Mercedes-Benz Werk Düsseldorf feiert den Produktionsstart des Mercedes-Benz eSprinters. (Foto: Mercedes-Benz)

Produktionsstart – Mercedes-Benz eSprinter geht in Serienproduktion

E-Mobilität, Mercedes-Benz, Saison 2020, Transporter, Wohnmobil

Mercedes-Benz Sprinter geht mit seinem Erfolgstransporter Sprinter den nächsten Schritt und fährt zukünftig auch vollelektrisch. Mit einer Veranstaltung für Mitarbeiter und geladene Gäste feierte das Mercedes-Benz Werk Düsseldorf am 12. Dezember 2019 den Start der Serienfertigung des Mercedes-Benz eSprinter.

Als Ehrengäste würdigten Armin Laschet, Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, und Thomas Geisel, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Düsseldorf, diesen Schritt und das Engagement von Mercedes-Benz in Düsseldorf. Dr. Armin Willy, Standortverantwortlicher und Leiter Mercedes-Benz Werk Düsseldorf, begrüßte als Gastgeber sowohl die Gäste und Mitarbeiter, als auch Marcus Breitschwerdt, Leiter Mercedes-Benz Vans, und Ingo Ettischer, Leiter Mercedes-Benz Vans Operations.

Seit 1962 baut der Stuttgarter Hersteller in Düsseldorf seine global erfolgreichen Transporter. Das Werk hat sich seither kontinuierlich weiterentwickelt und ist in den vergangenen Jahren zum weltweiten Sprinter-Leitwerk mit einer Führungsfunktion für die weiteren Standorte geworden. Der Einsatz von zukunftsorientierten Technologien und Fertigungsmethoden, sowie deren konsequente Erprobung kommt dem gesamten Produktionsnetzwerk von Mercedes-Benz Vans zu Gute.

Bis heute wurden in Düsseldorf schon mehr als 4,6 Millionen Fahrzeuge produziert. Seit 2018 wird dort auch der neue Sprinter gefertigt, der dort bis heute bereits über 200.000 mal vom Band lief, um in aller Welt seinen Dienst anzutreten. Mit der Produktion des vollelektrischen eSprinter beginnt nun eine neue Ära in Düsseldorf. Den eSprinter in Düsseldorf zu bauen, ist ein nächster Schritt für die Zukunft des Werks und auch des Herstellers selbst.

Bereits im Vorfeld der Produktion des neuen Sprinter und der neuen Antriebsvarianten investierte Mercedes-Benz Vans in den vergangenen Jahren in Summe rund 330 Millionen Euro in den technischen Ausbau der Produktion. Dabei wurde bereits berücksichtigt, dass künftig sowohl konventionell angetriebene als auch vollelektrische Fahrzeuge auf einer Produktionslinie hergestellt werden können. Das schafft enorme Flexibilität und ermöglicht es, den Kunden- und Marktanforderungen zu entsprechen. Neben den umfassenden Investitionen in die Produktionsanlagen hat das Werk auch massiv in die Schulung und Weiterbildung der eigenen Mitarbeiter investiert. Seit der Entscheidung, den eSprinter in Düsseldorf zu bauen, hat sich das Werk zum Kompetenzzentrum für Elektroantriebe entwickelt und das entsprechend notwendige Know-how aufgebaut. Bis heute wurden bereits mehr als 2.400 Mitarbeiter auf den Umgang mit und die Montage von Hochvolttechnologien qualifiziert.

Nachhaltige Produktion für nachhaltige Wirtschaftlichkeit

Nicht nur bei den Produkten, die Mercedes-Benz Vans konsequent elektrifiziert und weiter optimiert, sondern insbesondere auch in der eigenen Produktion setzt Mercedes-Benz Vans auf Nachhaltigkeit. Ziel ist, die gesamte Van-Produktion bis zum Jahr 2022 CO2-neutral zu machen. Dafür wurden verschiedene Maßnahmen im Rahmen der so genannten Green Production Strategie eingeleitet: Auch im Werk Düsseldorf wird der Energieeinkauf konsequent auf Grünstrom umgestellt und ab 2022 wird Strom nur noch aus 100 Prozent regenerativen Quellen bezogen. Auch die CO2-Bilanz des werksinternen Verkehrs geht man an: Aktuell werden in Düsseldorf neue Mobilitätssysteme, wie ein On-Demand-Werkshuttle implementiert. Darüber hinaus ist das Werk in Düsseldorf bereits seit 2012 eine papierlose Fabrik und setzt verstärkt auf fahrerlose Transportsysteme und Flurförderzeuge mit Brennstoffzellenantrieb. All diese Maßnahmen ergänzen sich und tragen dazu bei, dass die selbst gesetzten, ambitionierten Ziele schnell erreicht werden können und so ein umfassender Beitrag zum Klimaschutz geleistet wird.

Flexibilität und Anpassungsmöglichkeit an individuelle Nutzungsprofile

Der Mercedes-Benz eSprinter soll ein möglichst großes Anwendungsspektrum urbaner Mobilität abdecken. So steht er zunächst als Kastenwagen mit Hochdach und einem zulässigen Gesamtgewicht von 3.500 Kilogramm zur Verfügung. Sein maximales Ladevolumen beträgt – analog zum Sprinter mit Verbrennungsmotor – 10,5 Kubikmeter. Der Elektroantrieb im eSprinter treibt die Vorderräder an und leistet, wie das Diesel-Einstiegsaggregat 85 kW mit einem Drehmoment von bis zu 300 Newtonmeter.

Ein flexibles Zulade- und Batteriekonzept gestattet darüber hinaus eine Anpassung an die individuellen Bedürfnisse für den Einsatz in der Praxis, denn je nach Einsatz kann beim Kauf des Fahrzeugs zwischen drei oder vier Batterieeinheiten gewählt werden. So beträgt die Reichweite mit einer installierten Batteriekapazität von 55 kWh rund 168 Kilometer bei einer maximalen Zuladung von 891 Kilogramm. Eine zweite Batterieoption berücksichtigt andere Prioritäten bei den Einsatzparametern: Drei statt vier Batterieeinheiten mit einer Kapazität von 35 kWh ermöglichen eine Reichweite von rund 115 Kilometern. Im Gegenzug steigt die maximale Zuladung um rund 140 auf ungefähr 1.040 Kilogramm. Für Flexibilität sorgt auch die integrierte Schnelladefunktion, dank welcher innerhalb von 30 Minuten rund 80 Prozent der Energie nachgeladen werden können. Auch die Höchstgeschwindigkeit lässt sich passend zum Einsatzweck konfigurieren: Auf ein maximales Tempo von 80 km/h, 100 km/h oder bis zu 120 km/h wenn es schneller gehen muss.

Zitate

Armin Laschet, Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen:
„Die Automobilindustrie ist eine zentrale Säule unserer Wirtschaft und steht wie kaum eine andere Branche für Innovation. Allein in Nordrhein-Westfalen sind 200.000 Menschen in rund 800 Unternehmen tätig. Ein Drittel aller deutschen Automobilzulieferer ist bei uns zu Hause. Um diese Wertschöpfungskette zu erhalten, müssen wir die Transformation der Industrie vorantreiben. Die Landesregierung hat deshalb das Ziel, Nordrhein-Westfalen zum Vorreiter, Antreiber und Impulsgeber der Elektromobilität zu machen. Auf dem Weg zu einer nachhaltigen Verkehrswende und wirksamerem Klimaschutz wollen wir unser Land entlang der gesamten Wertschöpfungskette zum Leitanbieter und Leitmarkt für die Elektromobilität machen: Das reicht von der ‚Forschungsfertigung Batteriezelle‘ in Nordrhein-Westfalen über innovative Lösungen von Zulieferern bis hin zur Produktion nachhaltiger Automobile wie dem eSprinter. Dass Mercedes-Benz den Elektro-Sprinter in seinem weltweit größten Transporterwerk in Düsseldorf produzieren lässt, stärkt den Standort und ist ein weiteres Beispiel für innovative Elektromobilität ‚made in Nordrhein-Westfalen‘. Diese Entscheidung passt perfekt zu unseren Zielen zum Erhalt einer wettbewerbsfähigen Automobilindustrie der Zukunft.“

Thomas Geisel, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Düsseldorf:
„Ich begrüße die Entscheidung, den eSprinter in Düsseldorf zu bauen sehr und freue mich, dass damit dieser Produktionsstandort aufgewertet und nachhaltig gesichert ist. Das Mercedes-Benz Werk in der Landeshauptstadt ist einer der wichtigsten Arbeitgeber für unsere Region und trägt seit Jahren zur wirtschaftlichen Stärke und zum Wohlstand unserer Stadt bei. Die Produktion dieses Elektroautos wird auch einen Schub bei der Verkehrswende geben, denn bisher sind emissionsarme, elektromobile Pkw und insbesondere Kleintransporter auf unseren Straßen leider immer noch die Ausnahme.“

Marcus Breitschwerdt, Leiter Mercedes-Benz Vans:
„Wir gehen unseren Weg konsequent weiter: Mit dem Start der Produktion unseres eSprinter setzen wir einen weiteren Meilenstein auf unserem Weg der Elektrifizierung. Der elektrische Antrieb wird sich in den kommenden Jahren immer mehr durchsetzen und zu einem starken Standbein in unserem Produktportfolio werden, das vor allem den städtischen, gewerblichen Bereich prägen wird.“

“Die Umstellung unserer Produkte und der Produktion ist essentiell für uns als Fahrzeughersteller. Um das zu realisieren, stärken wir unsere Werke und schaffen durch Investitionen – auch in wirtschaftlich anspruchsvollen Zeiten – die Grundlage für unseren weiteren wirtschaftlichen Erfolg.“

„Dabei ist es von entscheidender Bedeutung, dass wir in der Produktion flexibel bleiben, je nachdem, wie sich die Kundenwünsche und Marktanforderungen verändern.“

Ingo Ettischer, Leiter Mercedes-Benz Vans Operations:
„Der Elektroantrieb ist eine Schlüsseltechnologie für die Mobilität der Zukunft und wir sind heute schon bereit, diesen auf die Straße zu bringen. Düsseldorf hat eine zentrale Bedeutung für unsere Produktion und daher haben wir uns auch ganz bewusst dazu entschieden, hier die Produktion des neuen eSprinter zu starten.“

„Für die Integration der eSprinter Produktion haben wir das Werk umfangreich modernisiert. Insgesamt haben wir hier innerhalb eines Jahres umgebaut und mehrere Millionen Euro investiert – ein klares Bekenntnis zum Standort.“

Dr. Armin Willy, Standortverantwortlicher und Leiter Mercedes-Benz Werk Düsseldorf:
„Wir sind stolz, den neuen eSprinter und damit einen wichtigen Teil der Mobilität der Zukunft in unserem Werk zu bauen. Wir haben in den vergangenen Jahren gezeigt, wie leistungsfähig wir sind und dass wir auch neue Technologien und Methoden schnell und effektiv in unsere Produktion einbauen können. Ich bin überzeugt, dass sich der eSprinter in den kommenden Jahren zu einem der wichtigsten Produkte entwickeln wird und somit maßgeblich dazu beiträgt, dass wir hier in Düsseldorf auch weiterhin ein starkes Werk von Mercedes-Benz bleiben. “

„Die Möglichkeit, alle Antriebsformen in einem Werk und auf einer Produktionslinie bauen zu können, hilft uns dabei, wettbewerbsfähig zu bleiben und flexibel auf die Wünsche und Anforderungen unserer Kunden reagieren zu können.“

Infos: Zur Webseite von Mercedes-Benz

Quelle: Pressemitteilung Mercedes-Benz Vans


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Claus-Detlev Bues