Mit der Oyster V stellt ten Haaft eine neue Generation von vollautomtischen Satanlagen vor. (Foto: Werk)

Mit der Oyster V stellt ten Haaft eine neue Generation von vollautomatischen Satanlagen vor. (Foto: Werk)

Ten Haaft stellt neue Sat-Anlage Oyster V vor

Multimedia, Satanlage, ten Haaft, Zubehör, Zubehörhersteller

Der süddeutsche Hersteller für mobile Antennen-Technologie stellt mit der Oyster V eine neue Generation von Satanlagen vor. „Kompakt und leicht“, „Top Reichweite“, „extrem schnell auf Empfang“ und „Online-Updates“ sind die Schlagworte des Herstellers für die neue Satanlage Oyster V aus dem Hause ten Haaft.

Bei der neuen Oyster V sind es mehrere Innovationen, welche diese neue Satellitenanlage auszeichnen. Auf den ersten Blick überrascht die Konstruktion des Feedarms. Dessen geschwungene Form fördert das platzsparende und nahezu geräuschlose Ablegen der Anlage ohne Dachberührung und gewährleistet in eingeklapptem Zustand eine Höhe von ungefähr 17 Zentimeter, (auch bei der Twin-Variante und mit Skew). Das Gewicht der Außeneinheit beträgt etwa elf Kilogramm, der Durchmesser des Spiegels umfasst 85 Zentimeter, was einen wesentlichen Gewinn an Reichweitenstärke bedeutet.

Die Oyster V gibt es in zwei Varianten: Einmal als “Oyster V Premium“, hier ist das komplette System aus dem Hause ten Haaft, inklusive des Oyster TV Fernsehgeräts. Der Kunde kann mit einer einzigen Systemfernbedienung das TV-Gerät und die Satellitenanlage steuern und bedienen. Als zweite Variante gibt es die Basisversion, die „Oyster V Vision“. Bei dieser Variante kann der Kunde einen vorhandenen Receiver oder ein TV-Gerät mit integriertem Receiver nutzen.

Die Bedienung der Satellitenanlage erfolgt mit einem eigens für die Oyster neu designten Bedienteil. Eine Option bei beiden Varianten ist die Ausstattung mit einem Twin LNB für den Betrieb von zwei TV-Geräten sowie der automatischen Skew Funktion. Gesteuert wird die Oyster über die sogenannte FeatureBox. Diese wird entweder über die TV-Fernbedienung (bei der Premium-Variante) oder über das Bedienteil (bei der Vision-Variante) angesteuert.

Systemdarstellung des ten Haaft-Systems Oyster V Premium. (Grafik: Werk)
Systemdarstellung des ten Haaft-Systems Oyster V Premium. (Grafik: Werk)

Neu dazu kommt auch die Ansteuerung der Anlage mit dem Smartphone über die ten Haaft App. Es stehen hier die grundlegenden Bedienfunktionen zur Verfügung wie zum Beispiel die Antenne auch von draußen ein- oder auszuschalten, einen Satellitenwechsel vorzunehmen oder eine Anzeige der Systemeinstellungen. Satelliten- oder Transpondereinstellungen ändern sich häufig, was in den meisten Fällen zur Folge hat, dass der Kunde ein Software Update seiner Anlage durchführen muss.

Diese Updates müssen nun nicht mehr per PC oder per SD-Karte aufwändig auf die Steuereinheit aufgespielt werden, der Kunde kann diese online über sein Smartphone, Tablet oder alternativ via USB- Stick herunterladen. Das Update kommt direkt auf das Handy und lässt sich von dort ins System einpflegen. Die App für die Oyster steht im AppStore oder Google Play kostenlos zur Verfügung. Sie eröffnet dem Kunden außer der Update-Funktion noch eine ganze Reihe wertvoller Möglichkeiten.

Gibt es Änderungen von Satelliten-Charakteristika, so informiert ten Haaft seine Kunden über die App, welche Veränderungen es gab und welche Auswirkungen sie haben. Der Kunde weiß dann, was die Ursache der Störung ist und erhält das derzeit aktuelle Update. Weiterhin können technische Störungen dank der App einfach diagnostiziert und so dem Kundendienst mitgeteilt werden.

Dass die neue Oyster extrem schnell auf Empfang geht, liegt daran, dass sie zu jedem Zeitpunkt weiß, wo die Satelliten sind. Rundum-Suchläufe entfallen, das System richtet sich auf den Satelliten aus. Der Grund hierfür ist das Zusammenspiel von drei Komponenten: GPS, 3D-Kompass, und Neigungssensor. Das GPS bestimmt den Standort, der 3D- Kompass stellt fest, in welche Richtung das Fahrzeug (und damit die Antenne) zeigt, der Neigungssensor identifiziert eine eventluelle Schieflage des Fahrzeugs und veranlasst die exakte Ausgleichbewegung der Antenne.

Die Stabilität der Oyster beruht auf dem Einsatz hochwertiger Materialien, wie sie im Rennsport verwendet werden. Der Spiegelarm ist aus einem Stück gefertigt und besteht aus ultraleichtem Magnesium. Das macht sie bei geringem Gewicht extrem stabil und verwindungssteif. Sogar bei sehr starkem Wind hat der Kunde nicht unter Bildstörungen zu leiden. Auch der Feed-Arm aus glasfaserverstärktem Kunststoff gewinnt dank der präzise berechneten Streben im Inneren höchste Torsionssteifigkeit. Im Klartext: Er lässt sich nicht verdrehen.

Zum Oyster V Premium-System von ten Haaft gehört auch der hochwertige TV. (Foto: Werk)
Zum Oyster V Premium-System von ten Haaft gehört auch der hochwertige TV. (Foto: Werk)

Überdies bietet dieses durchdachte Bauteil Platz für die Kabelführung und den Neigungssensor, sowie den Kompass und die GPS-Sensorik. Wird die Antenne mit einem SKEW ausgestattet (optional), ist auch dieser in den Feed-Arm integriert und damit vor Wind und Wetter geschützt. Die Drehkopf-Technik hat sich bei zehntausenden von Oyster-Anlagen bewährt. Für die Oyster VY wurde sie verfeinert, das Prinzip bleibt dasselbe: Nur der Kopf der Antenne dreht sich, der Antennenkörper ist fixiert.

Das bedeutet: Weniger Gewicht muss bewegt werden. Das reduziert den Stromverbrauch sowie die mechanische Belastung und spart Platz. Außerdem liegt der Drehpunkt höher. Selbst bei einer Schneeschicht bleibt die Oyster beweglich.

Der Einbau der Oyster V wird durch die Ein-Kabel-Lösung zur minimal-invasiven Operation. Es wird ein spezielles Koaxialkabel benutzt, welches für die Steuerung, Stromversorgung und Signalübertragung der Außeneinheit zuständig ist.

Es kommt kein weiteres Kabel für die Stromversorgung hinzu. Ein einziges kleines Loch genügt. Natürlich kommt bei bei der Twin-Version ein zweites Koaxialkabel hinzu. Als dezenten Blickfang haben die Entwickler aus dem Hause ten Haaft ihrer neuen Oyster V noch eine kleine Überraschung mit auf den Weg gegeben: Ein geheimnisvolles, bläuliches Leuchten. Auch dieser Licht-Effekt kann nach Belieben, auch mit dem Smartphone, ein- und ausgeschaltet werden.

Infos:  Zur Webseite von ten Haaft

INFO Satanlage ten Haaft Oyster V
Höhe: etwa 17 cm
Gewicht Außeneinheit: zirka 11 kg
Gewicht Montagematerial und Zubehör: etwa 3 kg
Durchmesser des Spiegels: 85 cm
Zertifiziert nach DIN ISO 9001 Ausführung: Single oder Twin Optional: mit oder ohne Automatik-Skew.
Preis: ab 2.100,- Euro


Den Bericht mit anderen teilen:

Claus-Detlev Bues

Claus-Detlev Bues ist seit Jahrzehnten in leitenden Funktionen als Fach-Redakteur in den Bereichen Caravaning, Off-Road und Outdoor tätig. Neben mehreren Print-Titeln verantwortet er nun auch als D.C.I - Chefredakteur die Online-Berichterstattung und betreut darüber hinaus die Bereiche Test und Technik. Aus seiner Feder stammen mehrere Sachbücher zum Thema Caravaning. In seiner Freizeit schraubt er gerne an Oldtimern und ist aktiver Selbst- und Ausbauer von Wohnmobilen, mit denen er in ganz Europa unterwegs ist.
Claus-Detlev Bues