Belgien weitet seine Umweltzonen weiter aus: Nach Antwerpen hat nun auch Brüssel eine Umweltzonen eingerichtet. (Foto: Green-Zones.de)

Belgien weitet seine Umweltzonen weiter aus: Nach Antwerpen hat nun auch Brüssel eine Umweltzone eingerichtet. (Foto: Green-Zones.de)

Belgische Umweltzonen: Nach Antwerpen nun auch Brüssel und weitere Städte

Politik, Recht & Gesetz, Verkehr

UPDATE: Umweltzone in Brüssel gilt für Ausländer erst ab Sommer.
Wir wir gemeldet haben, führt Belgiens Hauptstadt zum 1. Januar eine Umweltzone für die gesamte Metropolregion Brüssel mit ihren 19 Gemeinden ein. Ältere Fahrzeuge mit der Abgasnorm 0 und 1 werden damit vom Verkehr ausgeschlossen. Um in die Zone einfahren zu dürfen, müssen sich alle Fahrzeuge in einer Datenbank registrieren lassen.
Für Ausländer gilt jetzt, anders als zunächst angekündigt, diese Regelung erst ab dem Sommer 2018.

Nachdem Antwerpen Anfang des Jahres eine Umweltzone eingeführt hat, zieht Brüssel zum 1. Januar 2018 nach. Das berichtet das Online-Portal „Green-Zones.eu“.

Die Hauptstadt schließt vorerst Fahrzeuge der EURO-Abgasnorm 0 und 1 vom Verkehr aus. Eine Ausnahmegenehmigung kann für diese Fahrzeuge erkauft werden, jedoch nur als Tagesticket. Die Einhaltung der Regeln wird mithilfe von intelligenten Verkehrs-Überwachungs-Kameras vorgenommen. Jedes Fahrzeug wird bei der Einfahrt in die Umweltzone gescannt und mit der städtischen Datenbank abgeglichen. Sogar der Strafzettel wird automatisch verschickt, wenn das Fahrzeug nicht registriert oder zu alt ist, um in die LEZ einzufahren. Deshalb muss die Registrierung unbedingt vor der Einfahrt erfolgen.

Eine Ausnahmeregelung: Das Umwelt-Ticket

Fahrzeuge, die die entsprechende EURO-Norm nicht erfüllen, können mit dem Umwelt-Ticket eine Ausnahmeregelung erwerben und dann trotzdem in die LEZ Umweltzone einfahren. Je nach Fahrzeugtyp und Alter des Wagens kann das Ticket für einen Tag oder einen längeren Zeitraum gekauft werden. Welche EURO-Normen vom Verkehr ausgeschlossen werden und für welchen Zeitraum ein Umwelt-Ticket erworben werden kann, wird jedoch von jeder Stadt einzeln entschieden.

So kann es sein, dass man mit demselben Fahrzeug in eine Umweltzone einfahren darf, in eine andere jedoch nicht. Auch welches Umwelt-Ticket für dieses Fahrzeug angeboten wird – also ob Wochen-, Tages- oder Monatsticket – variiert je nach Umweltzone, zumal sich die Regulierungen jährlich verschärfen. Ein zentrales Register für ausländische Fahrzeuge gibt es nicht und so müssen sich auswärtige Fahrzeuge für jede Stadt einzeln einschreiben. Ein ganz schön hoher Aufwand bei der steigenden Zahl von Umweltzonen in Belgien!

In 2018 schon vier Umweltzonen

Neben Antwerpen und Brüssel wird es im Jahr 2018 mindestens noch die weiteren Umweltzonen in Willebroek und Michelen geben. Auch Gent hat bereits die Einführung einer Umweltzone beschlossen. Somit werden die drei größten belgischen Städte bald Umweltzonen mit sehr unterschiedlichen Einfahrbestimmungen haben, welche von Touristen, Logistikern und Busunternehmen regelmäßig durchfahren werden.

Damit Autofahrer alle Regelungen sämtlicher Städte zentral und ohne großes Suchen einsehen können, gibt es ab sofort das Informationsportal www.lez-belgium.be. Hier findet man alle notwendigen Informationen zur Planung einer Reise durch Belgien und alle Regulierungen, welche auch gerade die großen Städte Gent, Antwerpen und Brüssel betreffen.

Sämtliche Regelungen der belgischen Städte können ab sofort über das Informationsportal www.lez-belgium.be eingesehen werden. „Green-Zones“ übernimmt zudem auf Wunsch den kompletten Registrierungsprozess für seine Kunden. Wer mobil auf dem aktuellsten Stand bleiben will, kann sich über die kostenlose Green-Zones App über die Grenzen und Regelungen belgischer und anderer europäischen Umweltzonen informieren.

Infos:  Zur Webseite Umweltzonen Belgien

Claus-Detlev Bues

Claus-Detlev Bues

Claus-Detlev Bues ist seit Jahrzehnten in leitenden Funktionen als Fach-Redakteur in den Bereichen Caravaning, Off-Road und Outdoor tätig. Neben mehreren Print-Titeln verantwortet er nun auch als D.C.I - Chefredakteur die Online-Berichterstattung und betreut darüber hinaus die Bereiche Test und Technik. Aus seiner Feder stammen mehrere Sachbücher zum Thema Caravaning. In seiner Freizeit schraubt er gerne an Oldtimern und ist aktiver Selbst- und Ausbauer von Wohnmobilen, mit denen er in ganz Europa unterwegs ist.
Claus-Detlev Bues