Brauerei und Museum der Gebrüder Maisel. (Foto: Maisel)

Brauerei und Museum der Gebrüder Maisel. (Foto: Maisel)

Bier, Bayreuth und Brauereien

Freizeit, Museum, Tourismus

Es ist das älteste noch existierende Lebensmittelgesetz der Welt: Das Reinheitsgebot von 1516. Es schreibt vor, dass für die Herstellung von Bier ausschließlich Hopfen, Malz, Wasser und Hefe verwendet werden darf. 2016 wurde das Gesetz 500 Jahre alt – Grund genug, sich heute dem Thema Bier, seiner Tradition und Vielfalt zu widmen und sich auf die Spuren fränkischer Braukultur zu begeben – diesmal nach Bayreuth.

Wenn nach einer langen und eindrucksvollen Fahrt mit dem Wohnmobil ein toller Stellplatz erreicht ist, die Markise ausgerollt und auf gemütlichen Campingstühlen ein fantastischer Sonnenuntergang über den Hügeln im Westen beobachtet wird, dann ist die Zeit reif, für ein frisches, kühles Bier. Manch einer stellt sich in dieser Situation die Frage: Was ist das in meinem Glas und welche Arbeit steckt eigentlich in dieser erfrischend schäumenden Flüssigkeit.

Und eines ist sicher, Bierbrauen – das ist mehr als die vier nach dem Reinheitsgebot vorgeschriebenen Zutaten Wasser, Hopfen, Malz und Hefe zusammen zu mischen. Zum Bierbrauen, braucht es handwerkliche Kunst und Leidenschaft, Liebe zum Produkt und eine gute Portion Erfahrung. Wer mehr über die Kunst des Bierbrauens erfahren will, kann im Maisel’s Brauereimuseum in Bayreuth jede Menge davon erleben.

Dieses Brauereimuseum ist keine sterile Ausstellung über das Brauwesen, sondern lebendige Industriegeschichte. Alle Geräte, von der Dampfmaschine im Maschinenraum über den Sudkessel bis hin zum Kühlschiff und der Abfüllerei, sind noch im Original erhalten und stehen an dem Platz, an dem sie bis in die 1970er Jahre ihren Dienst taten.

Während der gut einstündigen Führung erlebt man nicht nur die historischen Räumlichkeiten und Maschinen, sondern erfährt auch noch jede Menge über das Bier an sich: Welche Sorten gibt es, woher kommen die Zutaten, wie läuft der Brauvorgang ab? Fragen sind da durchaus erlaubt, denn mit dem Bier hat sicherlich so jeder seine ganz eigenen Erfahrungen, oder? Der Rundgang endet in der Alten Abfüllerei, einem ganz besonderen Raum des Maisel’s Brauereimuseums.

Die Tische wurden um die alten Abfüllmaschinen herumgebaut, an den Wänden finden die Besucher allerlei Wissenswertes, Historisches und Amüsantes rund ums Bier und die Brauerei. Dazu gibt es dann auch eine Verkostung in Form einer frischen Maisel’s Weisse und die Möglichkeit, sich im Shop für den heimischen Biergenuss auszurüsten. Eintritt: 5,- Euro, inklusive einer frischen Maisel’s Weisse.

Infos:  Zur Webseite des Maisel Museum

Während der normalen Öffnungszeiten des Museum stehen immer ausreichend Parkplätze im Brauereihof zur Verfügung. Für Reisemobilisten, die sich intensiver mit der Braukunst und deren Produkten beschäftigen wollen, stehen die ausgewiesenen, gebührenpflichtigen Stellplätze bei der Lohengrin-Therme zur Verfügung.

Infos:  Zur Webseite der Lohengrin Therme

International, frisch und online! DCI! Deutsches Caravaning Institut


Den Bericht mit anderen teilen:

Hans-Christian Bues

Hans-Christian Bues, geboren in Bad Harzburg, lebt und arbeitet als Journalist, Reiseschriftsteller und freier Autor in Königswinter am Rhein. Für seine Reportagen, Reiseerzählungen und Abenteuerromane war er neben dem kanadischen Yukon Gebiet in Alaska, Amerika, Asien, Australien, Russland und vielen anderen Länder der Welt unterwegs. Er ist ein langjähriger und erfahrener Reisemobilist, schreibt regelmäßig Fahrzeugtests und betreut für das D.C.I den Bereich Freizeit, Reise und Touristik.
Hans-Christian Bues