Die Legende lebt weiter - Die markanten Airstream-Trailer sind auch in Deutschland zu haben. (Foto: Werk)

Die Legende lebt weiter - Die markanten Airstream-Trailer sind auch in Deutschland zu haben. (Foto: Werk)

Born in the USA – Die amerikanische Legende Airstream

Airstream, Caravan, Fahrzeugvorstellung, USA

Was für die Gründerzeit der Planwagen, ist für die mobile Pionierzeit der Airstream-Trailer. Seit mehr als 70 Jahren in Handarbeit gefertigt, sind die markanten, flugzeugähnlichen Trailer aus genietetem Aluminium längst zum Prototyp der Branche geworden.

In den USA gilt Airstream heute als ein Symbol des Stolzes, als ein unverwüstliches Zeugnis von „made in USA“. Trailer werden in den USA ganz selbstverständlich wie Wohnungen, wie mobile Immobilien genutzt. Es wird in Trailern gewohnt, wenn man kein Haus hat. Der Airstream dagegen war einer der wenigen echten Reise-Trailer, die auch zur Urlaubsgestaltung genutzt wurden.

Wie die meisten Erfolgsgeschichten, beginnt auch die von Airstream ganz simpel. Amerika ist Anfang der dreißiger Jahre des vergangenen Jahrhunderts im Aufbruch. Der aufstrebenden, jungen Branche kommen da die Konstruktionen eines genialen Tüftlers gerade recht. Wally Byam, eigentlich ein Flugzeugnarr, konstruiert eine einfache Karosserie, die er sich beim Chefpiloten einer kleinen Luftpostlinie abgeschaut hat.

1932 baut Byam den ersten Airstream, noch aus Holz und Planenmaterial. 1936 entwickelt er im Auftrag des Kriegsministeriums den „Clipper“ als Support-Trailer aus einer Aluminiumhaut. Dieser Wohnwagen war für damalige Verhältnisse revolutionär, er bestand aus einer leichten, selbsttragenden Karosserie aus Aluminium, die aus zwei Teilen zusammengefügt wurde.

Zudem hatte das rollende Heim fließend Wasser, elektrische Beleuchtung und war, was Dämmung und Belüftung anging, besonders hochwertig. Außerdem hatte er, was in Amerika bis heute sehr wichtig ist, bereits eine Klimaanlage.

Die neu gegründete Firma mit dem schönen Namen „Airstream“ begann mit dem Bau der legendären silbernen Aluminium-Trailer in verschiedenen Formen und Größen. In den 50ern wurden mehrere Standardformen entwickelt, die bis in die 60er kaum verändert gebaut wurden – mit klingenden Namen wie „Flying Cloud“, „Cruisette“, „Wanderer“, „Caravel“ oder auch einfach „Bubble“.

Die Airstream Company existiert nach wie vor und baut – bis auf technische Anpassungen – Airstream-Trailer und Airstream Motorhomes nach dem gleichen Bauprinzip wie vor 70 Jahren. Heute fertigen rund 400 Mitarbeiter bei Airstream nicht nur Wohnwagen, sondern seit 1989 auch Wohnmobile, seit 2006 auf Basis des Mercedes Sprinter.

Die Exklusivität der Produkte garantiert die Zahl von lediglich knapp 2.000 Campern und Fahrzeugen, die das Werk pro Jahr verlassen. Die amerikanischen „Wohnwagen-Silberlinge“ sind ganz offiziell in Deutschland zu bekommen, das nötige Kleingeld vorausgesetzt.

Importeur ist die Firma Roka im hessischen Merenburg. Vier verschiedene Versionen sind hier im Angebot, die im Detail an den europäischen Markt und seine für amerikanische Verhältnisse begrenzte Verkehrsinfrastruktur angepasst sind.

Das „Einstiegsmodell ist der Airstream 534. Der 6,8 Meter lange Einachser wiegt leer 1.500 Kilo, bietet zwei bis vier Schlafplätze, eine vollständige Küche mit Dreiflammen-Herd und Backofen, Nasszelle und programmierbarer Heizung. Die Optionsliste bietet alles, was Campen komfortabel macht. Von der Klimaanlage bis zum Flachbildschirm.

Mittelklasse ist der 7,45 Meter lange Airstream 604, während der 8,25 Meter lange Airstream 685 das Flagschiff der Flotte in Deutschland darstellt. Um den Twin-Axle in reisefertiger Ausstattung ziehen zu können, muss das Zugfahrzeug über mindestens 2.700 Anhängelast verfügen. Der deutsche Importeur bietet nicht nur Neufahrzeuge, sondern auch kompletten Service an.

Bei Roka gibt es auch gebrauchte Anhänger und eine Airstream-Vermietung. Der “Way of Life in Alu” hat natürlich seinen Preis: 67.690,- Euro kostet der „kleine“  534, das Topmodell startet bei 88.782,- Euro.

Infos:  Zur Webseite von Airstream Deutschland


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Claus-Detlev Bues