Camper retten Leben! Das D.C.I. bittet alle Reisemobilisten und Freunde der mobilen Freizeit über das Thema Organspende nachzudenken. (Montage: tom / DCI)

Camper retten Leben! Das D.C.I. bittet alle Reisemobilisten und Freunde der mobilen Freizeit über das Thema Organspende nachzudenken. (Montage: tom / DCI)

Camper retten Leben – Organspenden gehen alle an!

Gesundheit, Menschen, Politik, Recht & Gesetz, Service

Das Thema Organspenden wird immer wieder leidenschaftlich diskutiert. Gerade hat Gesundheitsminister Jens Spahn einen neuen Gesetzesentwurf vorgestellt (Mai 2019), der durch die sogenannte Widerspruchslösung von besonderer Brisanz ist. Das D.C.I. bezieht hier klar Stellung, da wir glauben, dass alle Gesellschaftsgruppen von den Fragen die sich stellen betroffen sind und jeder Einzelne von uns als direkt Betroffener oder als Familienangehöriger vor die Situation gestellt sein kann, diese wichtige Entscheidung zu treffen.

Das D.C.I. möchte mit diesem Beitrag die große Gruppe der Freunde der mobilen Freizeit dazu ermuntern, sich dem Komplex aktiv zu stellen und für sich selber eine Entscheidung zu treffen, die auf einer in Ruhe gereiften inneren Überzeugung beruht und dann auch klar an Bekannte, Freunde und Familienangehörige mitgeteilt wird.

Worum geht es?
Jeder Mensch der im täglichen Leben steht kann in eine Situation geraten, dass er selber ein Spenderorgan benötigt. Davor ist niemand sicher und die Einzelfälle sind mitunter tragisch und häufig völlig unverschuldet. Wenn nun eine große Anzahl von Menschen bereit ist im Todesfall seine Organe für bedürftige Dritte zu spenden, haben diese Empfänger die Chance mit dem Fremdorgan das eigene Leben weiterzuführen.
Aktuell warten in Deutschland ca. 9.000 Personen auf ein Spenderorgan.

Was kann der Einzelne tun?
Jeder Mensch kann aktiv werden und einen Organspendeausweis bestellen und dort seine Entscheidung für eine Organspende dokumentieren. Diese Entscheidung kann jederzeit rückgängig gemacht werden. Übrigens kann auf dem Organspendeausweis auch ganz klar vermerkt werden, dass nur einzelne Organe im Todesfall entnommen werden dürfen, oder Organe (Beispiel: Herz) ebenso ausgeschlossen werden.

Nun sagen wir vom D.C.I. nicht, dass jeder Mensch – und in unserem Fall besonders die Gruppe der Caravanisten – einen Organspendeausweis ausfüllen soll. Allerdings möchten wir mit diesem Beitrag dazu aufrufen, sich mit dem Thema zu beschäftigen und eine selbstbestimmte Entscheidung zu treffen. Damit helfen Sie im Zweifelsfall nicht nur einem Mitmenschen, sondern helfen insbesondere auch Ihren Familienangehörigen dadurch ganz enorm, das Sie diesen eine Entscheidung klar und deutlich abnehmen und ihren eigenen Willen sehr transparent für alle Beteiligten darlegen. In der Ausnahmesituation, wenn Angehörige über solche wichtigen Fragen entscheiden sollen, ist diese Hilfe extrem wichtig und nimmt den Angehörigen eine sehr große Belastung von den Schultern.

Sind Sie für Eigenverantwortung für Ihr Leben? Wir auch!

Man kann Organspenden ablehnen, weil man sich nicht mit dem eigenen Tod beschäftigen möchte, oder aber generell solch eher unangenehmen Themen nicht in seinem Leben haben möchte. Es gibt sicher auch bei dem Einen oder Anderen Ängste, dass man als ausgewiesener Organspender eher durch die Ärzte für tot erklärt wird. Man kann aber auch aktiv Organspender werden, mit der Gewissheit, dass nach seinem Tode andere bedürftige Menschen durch diesen bewussten Akt der Selbstbestimmung über seinen eigenen Körper über den Tod hinaus, ein Leben geschenkt wird. Wir vom D.C.I. glauben, dass dieser freie Wille und die Entscheidung für eine eigenverantwortliche Entscheidung über seinen Körper eine sehr positive Sache sein kann.

Nochmals: Wir sagen nicht, tu es! Sondern wir möchten jeden einzelnen dazu anregen, sich über das Thema zu informieren und dann eine mündige, selbstbestimmte Entscheidung zu treffen. Letztlich glauben wir, dass die Gruppe der Caravaner und Reisemobilisten sich von jeher dadurch auszeichnet, das man weltoffen ist und hilfsbereit anderen Reisenden gegenüber ist. Da steht die Entscheidung für einen aufgeklärten Umgang mit Organspenden “ja oder nein” jedem Einzelnen von uns gut zu Gesicht.

Fazit:
Organspenden sind ein Thema, das jeden von uns innerhalb kürzester Zeit durch Unfall oder Krankheit betreffen kann. Daher glauben wir, dass es sehr sinnvoll ist, sich mit dem Gebiet sachlich gut informiert auseinanderzusetzen und für sich einen Standpunkt zu finden, mit dem man gut leben kann. Ignorieren empfinden wir als keine Option. Nutzen Sie die Chance und lesen Sie unsere weiterführenden Verweise, in denen Ihnen wichtige Informationen gut aufbereitet präsentiert werden.

Eins ist uns ganz klar: Camper retten Leben!

Infos: Wo kann ich einen Organspendeausweis erhalten?
Infos: Welche Voraussetzungen gibt es bei Organspenden?
Infos: Zahlen und Fakten zum Organspendeausweis
Infos: Spiegel-Artikel mit vielen Details
Infos: Tag der Organspende – Aktionstag rund um das Thema
Infos: Eindringlicher Bericht von Betroffenen


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Thomas Schmies

Unternehmensberater bei Die kleine Fabrik
Thomas Schmies arbeitet als selbständiger Unternehmensberater für seine Klienten mit dem Themenschwerpunkt digitale Transformation. Er kennt sich sehr gut in den Bereichen CMS, Programmierung und SEO aus.
Für das Deutsche Caravaning Institut koordiniert er die gesamten Online-Aktivitäten, sowie die Bereiche Marketing und Vertrieb.
Thomas Schmies