Auch die Saison 2019 war für die Caravaning-Branche wieder ein absolutes Rekordjahr. (Foto: CIVD)

Auch die Saison 2019 war für die Caravaning-Branche wieder ein absolutes Rekordjahr. (Foto: CIVD)

Caravaning auch 2019 wieder auf Rekordkurs – Herstellerverband CIVD zieht Bilanz der Superlative

CIVD, Handel, Marktzahlen, Verbände

Auch das jetzt ablaufende Jahr hat der Caravaning-Branche eine Rekordbilanz beschert. Zum zehnten Mal in Folge legen die Freizeitfahrzeuge Caravans und Reisemobile in der Zulassungsstatistik der Neuzulassungen zu.

Fast 54.000 Reisemobile werden laut Prognose des Herstellerverbandes CIVD in Deutschland bis zum Jahresende zugelassen, bei den Caravans steht die stolze Zahl von 27.000 Einheiten in den Büchern. Das entspricht einem Zuwachs in den vergangenen 12 Monaten um 15,1 und 10,6 Prozent. Damit ist klar, der Caravaning-Branche ging es nie besser.

Die Bemühungen des Verbandes mit gezielter TV-Werbung und anderen Marketing-Maßnahmen in den letzten Jahren das früher leicht angestaubte Image der Urlaubsform Caravaning aufzupolieren, scheint prima aufgegangen zu sein. Neue, junge Käuferschichten konnten für das Caravaning gewonnen werden und die positive wirtschaftliche Lage sowie die Zinspolitik taten ein Übriges dazu. Stärkste Gruppe bei den Reisemobilen sind die ausgebauten Kastenwagen.

Neue, moderne Basisfahrzeuge haben diese Fahrzeuggattung mit knapp 42 Prozent Marktanteil klar auf die Nummer 1 gebracht, für einen neuen ausgebauten Kastenwagen haben sich deutschlandweit in den zwölf Monaten von November 2018 bis Oktober 2019 genau 22.101 Camper entschieden.

Einzig aus der Politik kommen Unsicherheiten: Noch immer drohen Fahrverbote, der Brexit und die kommende Steuerpolitik (warnendes Beispiel Skandinavien) könnten den Höhenflug etwas beeinträchtigen. Chancen sieht der CIVD allerdings in der möglichen Änderung der Fahrerlaubnis-Bestimmungen bei Reisemobilen, die intern B97 genannte Fahrerlaubnis.

Aktuell dürfen Führerscheinneulinge, die ihre Fahrerlaubnis ab 1999 erworben haben, Fahrzeuge mit maximal 3,5 Tonnen Gesamtgewicht steuern. Diese Tonnage-Grenze wird bei den fortschreitenden Entwicklungen im Fahrzeugbau und den Komfortwünschen der Eigner immer knapper. Deshalb strebt der Herstellerverband auf Europaebene analog zum Anhängerführerschein B96 eine Erhöhung des erlaubten Gesamtgewichts auf 4,25 Tonnen an. Es gibt eine Vorlage in Brüssel, die vermutlich 2021 von der EU-Kommission verabschiedet wird.

Infos: Zur Webseite des CIVD

Quelle: Pressemitteilung CIVD


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Claus-Detlev Bues