Reisemobil-Gäste auf dem Stellplatz Fuussekaul in Luxemburg können ab sofort auch die neue Saunalandschaft nutzen. (Foto: det)

Festtags-Menu als Wohnmobil-Dinner: Schnell entschlossene Reisemobil-Gäste bekommen auf dem Stellplatz Fuussekaul in Luxemburg ein königliches Festtags-Menu an das Mobil gebracht. (Foto: det / D.C.I.)

Eine Idee geht viral – Das Wohnmobil-Dinner – Stellplatz gegen Menü

Deutschland, Stellplatz, Tipp, Tourismus

+++ Update 20. Dezember 2020 +++

Wohnmobil-Dinner auch in Luxemburg – Festtags- und Silvester-Menu der Extraklasse auf dem Stellplatz Fuussekaul in Heiderscheid.

Henri Brack vom bekannten und beliebten Camping- und Stellplatz Fuussekaul in Heiderscheid bietet für die Weihnachtsfeiertage und Silvester exklusive Fest-Dinner to go für das Wohnmobil-Dinner an. Schnell entschlossene Wohnmobilisten – die natürlich einen Service-Termin in der Caravaning-Werkstatt Heiderscheid haben – können noch das exklusive Angebot zum Stellplatz dazubuchen.

Henri schreibt uns folgenden Tipp + Einladung:

Liebe Wohnmobil-Gäste,

wir bieten das passende Festtags-Menu für das Wohnmobil-Dinner:

  • Amuse Bouche/ Land- und Meeresplatte (Gänsetopfleber, Räucherlachs, Gravelax Lachs, ganze Garnelen)
  • Hühnerfrikassee mit Riesling
  • verschiedene Beilagen
  • Dessertauswahl
  • Getränke für zwei Personen: Eine halbe Flasche Luxemburger Crémant / eine halbe Flasche Weißwein / eine halbe Flasche Rotwein
  • Preis: 75,- Euro pro Person

Dieses Menu gibt es am 24. / 25. / 26. und 31. Dezember 2020 sowie am 1. Januar 2021. Bitte reservieren Sie mindestens drei Tage vorher! Sie können Ihren Warenkorb inklusive Tischdecke, Servietten, Besteck, Crémant, Wein, Amuse Bouche, Vorspeise und Nachtisch bei Ankunft bei uns abholen. Den warmen Hauptgang liefern wir dann gegen 19.30 Uhr zu Ihnen auf den Platz. Bitte bringen Sie den Korb bei Ihrer Abfahrt wieder zurück. Um den Abwasch kümmern wir uns.

Die neue Take-Away Karte von unserer Auberge Fuussekaul

Da unsere Auberge Fuussekaul leider bis Mitte Januar coronabedingt geschlossen bleiben muss, bieten wir Ihnen ab sofort bis einschließlich Ostern die folgenden Gerichte zum Mitnehmen an. Sie können ganz bequem per Telefon bestellen und dann bei uns im Restaurant abholen. Auf dem Camping und in der direkten Umgebung von Heiderscheid bieten wir sogar auch einen Lieferservice an.

+++ Update 9. Dezember 2020 +++

Martin Brandt, Vorstandsvorsitzender der Erwin Hymer Group, testet in der Hymer B-Klasse MasterLine den neuen Trend „Wohnmobil-Dinner“ im Landgasthof Kreuz in Bad Waldsee. (Foto: Erwin Hymer Group)
Martin Brandt, Vorstandsvorsitzender der Erwin Hymer Group, testet in der Hymer B-Klasse MasterLine den neuen Trend „Wohnmobil-Dinner“ im Landgasthof Kreuz in Bad Waldsee. (Foto: Erwin Hymer Group)

Das Wohnmobil-Dinner ist jetzt auch in den Chef-Etagen der Caravaningbranche angekommen. Martin Brandt, Vorstandsvorsitzender der Erwin Hymer Group, testet in der Hymer B-Klasse MasterLine den neuen Trend „Wohnmobil-Dinner“ im Landgasthof Kreuz in Bad Waldsee: „Auch im Corona-Winter erweitern Reisemobile die individuelle Freiheit – im Rahmen und ganz im Sinne der geltenden Regeln. So können Camper auch im Teil-Lockdown stilvoll außer Haus speisen und einmal mehr die Flexibilität des Caravanings genießen.“

+++ Update 07. Dezember 2020 +++

Die Google-Wohnmobil-Dinner-Karte (immer aktualisiert): https://bit.ly/37I7i4l

Die Facebook-Wohnmobil-Dinner-Gruppe: https://www.facebook.com/wohnmobildinner

+++ Update 03. Dezember 2020 +++

Nach Wohnmobil-Dinner gibt es jetzt auch Wohnmobil-Frühstück.

Nachdem sich die gute Idee des Wohnmobil-Dinners bundesweit epidemisch ausbreitet, kommen immer neue Varianten hinzu. So gibt es jetzt auch das Wohnmobil-Frühstück. Was man mit einem abendlichen Dinner machen kann, sollte doch auch für ein Wohnmobil-Frühstück gehen, dachten sich Klara und Rudolf Würth von “Rudis Backstüble” im Schwarzwalddorf Oberwolfach. Am Café Moccacino in Oberwolfach-Walke bieten die beiden jetzt ein Frühstück im Wohnmobil an. Natürlich wollte man sich behördlich absichern und hat um eine Genehmigung des Landratsamts nachgesucht. Mit Hilfe des Bürgermeisters Matthias Bauernfeind gelang es die anfangs skeptischen Offiziellen zu überzeugen, am 26. November war bereits die Rückmeldung mit dem OK vom Landratsamt im Briefkasten. Einzige Voraussetzung neben den üblichen Hygienemaßnahmen: Die Gäste müssen zum Frühstück im Wohnmobil bleiben, damit kein Kontakt stattfindet. Das Prozedere ist einfach und vor dem Backstüble ist viel Platz: Die Gäste können sich auf den Parkplatz stellen, kommen in das Backstüble und stellen sich ihr Frühstück zusammen. aus. Serviert wird das Frühstück dann auf echtem Geschirr in den eigenen vier Mobilwänden.

Die Facebook-Gruppe “WohnmobilDinner – das Original” hat, mittlerweile rund 18. 600 Mitglieder aus ganz Deutschland. Dazu gehören sowohl Gastronomen als auch Reisemobilisten. Unter www.wohnmobildinner.net ist zudem eine Karte zu finden, in der alle Angebote verzeichnet sind. Diese umfassen Dinner, Frühstück und Angebote zum Mitnehmen und sind nach Postleitzahlen sortiert.

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+++ Update 29. November 2020 +++ 

Nachdem die Idee des Womo-Dinners wie eine Bombe in der Szene eingeschlagen hat und mittlerweile bundesweit mehr als zwanzig Gaststätten und Restaurants diesen Service für Wohnmobil-Touristen anbieten, gibt es auch eine erste – leider negative – Reaktion der Behörden. In Schongau wollte das Schongauer Brauhaus auf Initiative der Event-Auszubildenden Sophia Albrecht das Womo-Dinner in der Adventszeit für das Brauhaus anbieten. Zu diesem Zweck hat sie Reisemobile gemietet, am Parkplatz abgestellt und wollte dort die Dreigänge-Menüs servieren.

„Am Donnerstag war das Gesundheitsamt hier, hat sich alles angesehen – und hatte keine Einwände gegen das Konzept.“ sagt Sophia Albert und hat das auch schriftlich. Ihr Angebot wurde gut angenommen, innerhalb weniger Tage waren alle Wohnmobile für das erste Adventswochenende ausgebucht.

Am Freitag kam die Absage des Landratsamtes Weilheim-Schongau. Begründung: Der Verzehr von Speisen in Fahrzeugen – auch in Wohnmobilen – auf Parkplätzen sei zwar erlaubt, allerdings nicht, wenn die Fahrzeuge von einem Gastronomiebetrieb gestellt werden. Die nahe Gaststätte Zauberhütte in Peiting hatte eine ähnliche Idee. Dort sollen die Gäste aber mit eigenen Wohnmobilen kommen. Das wurde genehmigt. So musste das Brauhaus Schongau alle Vorbereitungen abbrechen und die gebuchten Menüs absagen. Dazu hat das bayerische Wirtschaftsministerium eine gleichlautende Mail wie an das Brauhaus Schongau auch zur Info an alle bayerischen Landratsämter verschickt. Das Brauhaus will jedenfalls gegen die Entscheidung angehen, mal sehen, was daraus wird, wir bleiben weiter dran.

Infos: https://www.kreisbote.de/bayern/wohnwagen-dinner-im-letzten-moment-verboten-zr-90114673.html

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Eine alte Bauernregel besagt: Jedes Verbot erzeugt automatisch eine Lücke zum Umgehen des Verbotes. So auch die Idee des Wohnmobils-Dinners. Pfiffige Gastwirte bieten kostenlose Womo-Stellplätze gegen ein to-go-Menü im Reisemobil an.

Ob der Gasthof Sternen in Uhldingen-Mühlhofen am Bodensee, die Kochschule Seitz in Neumüster, Schleswig-Holstein oder im Wildfrisch Gutshof Nordsteimke in Niedersachsen – zur Untätigkeit verdonnerte Gastwirte versuchen im aktuellen Lockdown ihr Unternehmen zu retten und bieten Außer-Haus-Gastronomie für Wohnmobilsten an. Soweit nichts Neues, aber der Hauch der Anarchie weht über die Plätze, wenn die Wohnmobil-Gäste mit wohlig gefülltem Magen und ein paar Gläschen später die Schotten dicht machen und sich geruhsam in ihrem am Gasthof geparkten Mobil Schlafen legen.

Alarm im Ordnungsamt, Panik im Gesundheitsamt?

Bisher Fehlanzeige, die leicht anarchischen Aktionen laufen mit Augenzwinkern und heimlicher Sympathie bisher ohne staatlich Eingriffe. Aber mit Verve im Netz durch die Foren. Die Idee des Wohnmobils-Dinners mit der Kombination Dinner im Mobil gegen Übernachtungsplatz wird in den sozialen Medien kräftig beworben, geht steil und wird zum vollen Erfolg: Alle Gaststätten, Restaurants und Hotels, die diesen Service anbieten und Platz für ein paar Wohnmobile haben, sind jetzt schon auf Wochen voll ausgebucht.

Denn sowohl Gäste als auch Gastronomen sind dieses Jahr um Weihnachtsfeiern und den traditionellen Gänsebraten durch den Teil-Lockdown geprellt worden. Dennoch: So rollt der Rubel und als Nebeneffekt könnten Entlassungen in der Gastronomie vermieden werden.

Der Service ist nichts für Fast-Food-Fans, hier werden meist hochwertige Menüs ins Mobil geliefert, man gönnt sich in den schwierigen Zeiten ja sonst Nichts. Dazu berichten als zusätzlicher Push Medien wie die Lokal-Presse und lokale Fernsehsendungen live von den lukullischen Veranstaltungen, klar, jeder möchte mal wieder schick Essen gehen und das Wohnmobil bietet eine Corona-gerechte Lösung dazu.

 Was aber ist mit Beherbergungsverbot und dem touristisches Reiseverbot?

Selbstredend haben alle Wohnmobilfahrer irgendeinen Werkstatt-Termin, renovieren ihre Ferienwohnung oder sind dienstlich unterwegs! Und das Beherbergungsverbot spricht von gewerblicher Vermietung, die Stellplätze sind kostenlos, also auch hier kein Sanktionsgrund vorhanden. Und mit Alkohol im Blut wird sowieso nicht gefahren und außerdem ruht man zur Wiederherstellung der Fahrtüchtigkeit!

Wir finden:

Eine prima Idee, wenn man´s clever und lockdown-gerecht angeht. Was aber passiert, wenn aus diesem noch kleinen Pflänzchen eine Massenbewegung wird? Wenn die Behörden darauf aufmerksam werden? Wenn die Politik alarmiert wird, die in dieser Woche über die Verlängerung oder die Verschärfung des Lockdowns entscheiden wird? Dann könnte den Gastronomen wie den Gästen im schlimmsten Falle das Essen im Halse stecken bleiben. 


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Claus-Detlev Bues