Über 2.200 Rückmeldungen zur Novelle der Führerscheinregelung kamen beim public hearing der EU-Kommission zusammen. (Screenshot: D.C.I.)

Über 2.200 Rückmeldungen zur Novelle der Führerscheinregelung kamen beim public hearing der EU-Kommission zusammen. (Screenshot: D.C.I.)

Erfolgreiche Kampagne von RU und dem D.C.I. zum EU-Hearing der Führerschein-Novelle

Hersteller, Politik, Recht & Gesetz

Was mit bescheidenen 20 Beiträgen nach zwei Wochen begann, ist mit über 2.200 Rückmeldung an die EU-Kommission erfolgreich am 21. Mai 2021 zu Ende gegangen. Denn die Reisemobil Union wurde auf das Public Hearing der EU zur Führerschein-Novelle aufmerksam und hat mit befreundeten Verbänden und Fachmedien die Anhörung publik gemacht.

  • 2.213 individuelle Kommentare und argumentative Statements in kürzester Zeit
  • Erweiterung des EU-Führerscheins B auf 4,25 to gewünscht
  • Europaweite Resonanz unter Reisemobilisten und affinen Organisationen
  • Aus Deutschland meldeten sich der DCHV (Handelsverband), ADAC, Verkehrssicherheitsrat und der EMHC

RU-Präsidiums-Mitglied Siegfried Orth, der RU-Experte für internationale Angelegenheiten, bekam im Rahmen seine Aktivitäten in einer EU-Veröffentlichung Kenntnis von der, für den Normalbürger unerreichbar, aber auf Verbandsebene durchaus bekannten, Möglichkeit und zugleich europäischen Bürgerpflicht, sich zu Themen für eine anstehende Überarbeitung der europäischen Führerschein-Novelle mit Argumenten und Wünschen zu äußern.

Neben diversen anderen Punkten war ein Teilbereich die Anhebung der Gewichtsgrenze für die Fahrerlaubnis der Führerscheinklasse B, ein für den Reisemobil-Bereich elementar wichtiges Thema. Eine von der RU sofort verfasste Pressemeldung, die auch von der befreundeten Organisation EMHC (Europäischer Motorhome Club) und dem Deutschen Caravaning Institut D.C.I. übernommen und veröffentlicht wurde, ging viral. Dankenswerter Weise beteiligten sich auch ausgesuchte Fachmedien an der Verbreitung.

Aus ganz Europa kamen Anfragen zu diesem Thema und letztendlich beteiligten sich 2.345 Bürger und Mobil-affine Organisationen an dem Public Hearing – wohl gemerkt, keine EU-Geheimveranstaltung, sondern eine europaweite Aufforderung an alle Bürger und Bürgerinnen ihrer „Stimmpflicht“ nachzukommen und ihre Meinung zu diesem Thema kundzutun.

Neben vielen engagierten Einzelbeiträgen und gaben auch zahlreiche große Organisationen ihre Statements ab, um die EU-Kommission mit dem Thema vertraut zu machen und die wünschenswerten Entscheidungen mit profunder Sachkenntnis und Argumenten zu untermauern.

Aus Deutschland haben sich neben der RU, dem D.C.I. und dem EMHC auch der Deutsche Verkehrssicherheitsrat, der DCHV (Deutscher Caravaning Handels-Verband) beteiligt und auch der ADAC hat sich offiziell und positiv zu diesem Thema geäußert.

Dazu gehörten der europäische Herstellerverband ECF, der NKC (Nederlandse Kampeerauto Club NKC, Europas größter Wohnmobil-Club), der österreichische ÖAMTC (der österreichische Automobil-, Motorrad- und Touringclub mit mehr als zwei Millionen Mitgliedern) und beispielsweise der AutoCamperRådet (der „ACR“ ist eine Dachorganisation von drei Reisemobilverbänden, die sich in Dänemark für wohnmobilfreundliche Rahmenbedingungen, Verhalten und Zusammengehörigkeit einsetzen).

Als nächster Schritt wertet die EU-Kommission die Bürgerbeteiligung aus, versucht Argumentationen zu berücksichtigen und wird im vierten Quartal 2021 über die Führerschein-Novelle beraten und entscheiden.