Irland und Wohnmobil passen prima zusammen: Die Grüne Insel ist bestens für Reisemobil-Touren geeignet. (Foto: Ireland Tourism)

Irland und Wohnmobil passen prima zusammen: Die Grüne Insel ist bestens für Reisemobil-Touren geeignet. (Foto: Ireland Tourism)

Schnuppertour – Eine Woche Irland mit dem Wohnmobil entdecken

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Brexit hin oder her – Die grüne Insel ist und bleibt Mythos und Sehnsuchtsort besonders für Kontinental-Europäer. Das Ireland Tourist Board hat speziell für Wohnmobil-Touristen eine Schnuppertour zusammengestellt. Für eine Woche gehört die Insel dem Wohnmobilgast – Der irische Norden und Nordirland empfängt den Mobil-Touristen mit seinen schönsten Regionen. 

Die Route führt zu touristischen Höhepunkten wie dem Mourne Mountains Drive, an der Causeway Coastal Route entlang bis zum Wild Atlantic Way und zurück in Irlands historischen Osten nach Dublin oder mit einem Abstecher an die nordirische Seenplatte um Lough Erne.

Die Kompakttour zeigt den Gästen Irland in einem wunderbaren Querschnitt durch Nordirland und die Republik, seine mächtigen Berge und die einsamen Glens, seine stillen Seen und die weiten Strände. Man kann in nur einer Woche die Irische See, den North Channel und den wilden Atlantik sehen – Von allem etwas und dabei immer vom Besten. Von den Mourne Mountains im Nordosten reist man an die Antrim-Küste und westwärts in die Einsamkeit von Donegal. Von der Seeplatte in Fermanagh geht die Route nach Dublin und in die große Geschichte des Boyne Valley und Irlands historischen Osten.

Eine Woche Irland mit dem Wohnmobil erkundenTag 1

Fahrtstrecke etwa 65 Kilometer

Mourne Mountains – In die Erhabenheit der Mourne Mountains

Die Mourne Mountains bieten majestätischen Berglandschaft mit ihrer Stille, Weite und Erhabenheit. (Foto: Ireleand Tourism)
Die Mourne Mountains bieten eine majestätische Berglandschaft mit ihrer Stille, Weite und Erhabenheit. (Foto: Ireleand Tourism)


Auf dem Weg nach Nordirland lohnt der Abstecher nach Monasterboice – es geht geradewegs ins frühe Mittelalter. Der Parkplatz liegt gleich gegenüber dem prächtigen alten Friedhof. Die Klosterruine aus dem 6. Jahrhundert hat ihren wunderschönen Rundturm erhalten. Drei berühmte Hochkreuze aus dem 9. Jahrhundert geben Zeugnis von der keltischen Spiritualität der sakralen Kunst jener Zeit. Knapp 40 Kilometer sind es noch nach Nordirland. Unmerklich quert die Straße die offene innerirische Grenze, und so sollte es auch bleiben!

Hier gelten Meilen und britisches Pfund, die M1 wird zur A1. Ab Newry folgt die Tour dem Carlingford Lough und dem Mourne Coast Scenic Drive [A 2] im weiten Bogen zur Meerküste des North Channel. Kilbroney Park liegt eingangs der majestätischen Berglandschaft der Mourne Mountains, mit ihrer Stille, Weite und Erhabenheit.

Tollymore Forest Park – In die Magie von „Westeros“ ostwärts

Durch den äußersten Südosten der Grafschaft Down führt der Schwenk über die Küste nun wieder hinauf nach Newcastle. Ein schöner Abstecher von Kilkeel landeinwärts ist das Wasserreservoir im Silent Valley über den Whitewater Scenic Loop, überragt von Slieve Donard, dem mit 849 Metern höchsten Berg Nordirlands.

Newcastle liegt voraus und damit eine der weiteren großen Naturschönheiten Nordirlands: Tollymore Forest Park. Das unberührte Waldgebiet lieferte für die Verfilmung von “Game of Thrones” eine unvergessliche Naturbühne und grandios unheimliche Drehorte. Hier sind Sie inmitten der „Sieben Königreiche“ der Fantasy-Saga. Ein weniger unheimliches Nachtquartier findet man im Annalong Holiday Park südlich von Newcastle direkt am North Channel, an der Mourne Coast.

Eine Woche Irland mit dem Wohnmobil erkundenTag 2

Fahrtstrecke etwa 65 Kilometer

Strangford Lough – Von Newcastle durch St. Patricks Country

Zentrum der St. Patricks-Anhänger: Das Saint Patrick Center unweit des Heiligen-Grabes in Dowhnpatrick. (Foto: det / D.C.I.)
Zentrum der St. Patricks-Anhänger: Das Saint Patrick Center unweit des Heiligen-Grabes in Downpatrick. (Foto: det / D.C.I.)

Von Newcastle startet die heutige Tagesetappe am Murlough National Nature Reserve und der Dundrum Bay entlang ins Land des heiligen Patrick. Es ist voller Geschichte und Geschichten, sein Zentrum Downpatrick, ein Ort, der schon zur Jungsteinzeit besiedelt war. Seine Kathedrale soll das Grab vom Heiligen Patrick beherbergen. Zu seinem Todestag am 17. März, dem St. Patrick´s Day, ist die Gedenkstätte das Ziel frommer Pilger. Die weniger Frommen pilgern an diesem Tag weltweit in die Irish Pubs.

Das nahe Visitor Centre erzählt die Geschichte des irischen Nationalheiligen und der irischen Missionierung Europas. Nicht minder spannend ist Castle Ward, unweit östlich an der Mündung von Strangford Lough gelegen. Es bot Game of Thrones die Kulisse für „Burg Winterfell“, dem Sitz der Starks. Viele Szenen des Fantasy-Epos wurden in den schönsten Regionen Nordirlands gedreht. Somit hat man die „Sieben Königreiche“ also noch lange nicht verlassen.

Belfast City – Über Strangford Lough zur Ards Halbinsel

Burr Point, der östlichste Punkt Irlands ist mit einer Skulptur gekennzeichnet. (Foto: Ireland Tourism)
Burr Point, der östlichste Punkt Irlands ist mit dieser Skulptur gekennzeichnet. (Foto: Ireland Tourism)

Vom fantastischen Ausblick über die Meerenge des Strangford Lough, dessen riesiger Naturhafen bereits den Schiffen der Wikinger Schutz bot, wendet sich die Tour nordostwärts. Von Strangford pendelt die kleine Fähre nach Portaferry. Sie fährt ganzjährig von den frühen Morgenstunden bis spät in die Nacht hinüber zur Ards Peninsula. Kleine Städtchen liegen am Wegesrand wie Portavogie oder Ballywalter. Dazwischen ist der östlichste Punkt Irlands Burr Point erreicht.

Jetzt kann man der Küstenstraße entspannt bis Groomsport durch die ländlichen Regionen des Ostens folgen. Unweit der urbanen Geschäftigkeit Belfasts vereint das Seebad Bangor zwischen Souvenirbuden und Karussells alle Vorzüge einer angelsächsischen Sommerfrische. Stiller wird es an den weitläufigen Stränden der Helen’s Bay. Das Übernachtungsziel Dundonald ist bald erreicht, so nah an Belfast, dass der Ort oftmals für eine Vorstadt der nordirischen Hauptstadt gehalten wird. Abends ist die City von Belfast vom Campingplatz aus recht schnell mit Bus und Bahn oder dem Taxi erreichbar.

Eine Woche Irland mit dem Wohnmobil erkundenTag 3

Fahrtstrecke etwa 55 Kilometer

The Gobbins – Causeway Coastal Route, Nordirlands Traumstraße

Ein Attraktion an der „The Causeway Coastal Route“: Der sehenswerte Gobbins Klippenpfad. (Foto: det / D.C.I.)
Ein Attraktion an der „Causeway Coastal Route“: Der sehenswerte Gobbins Klippenpfad. (Foto: det / D.C.I.)

Stadteinwärts nach Belfast, dann über die Autobahnen M 2 und M 5 geht es von Dundonald zum südlichen Einstieg der Causeway Coastal Route. Die Schilder weisen lapidar den Weg: „The North“. Von Carrickfergus und seinem mächtigen Castle aus schlängelt sich Nordirlands Traumstraße an der wundervollen Antrim-Küste nordwestwärts, rechter Hand das weite Meer. Von nun an weisen die braunen Schilder „The Causeway Coastal Route“ an der Küste entlang zum heutigen Etappenziel Bushmills.

Der schönste Weg dorthin führt über Larne und Ballycastle. Etliche Attraktionen wie Gobbins Klippenpfad etwa oder Glenarm Castle und Gardens liegen am Wegesrand. Wunderbare Ausblicke eröffnen sich fast hinter jeder Kurve. Zuweilen sind einige der meeresnahen Parkplätze mit ihren höhenbegrenzten Barrieren zwar nicht für Wohnmobile erreichbar, dann muss eben der nächste angefahren werden.

Antrim Küste – Zwischen Antrims Glens und Küsten

Unvermeidliches Beuscherziel: Die Whiskey-Brennerei Buschmills. (Foto: det / D.C.I.)
Unvermeidliches Besucherziel: Die Whiskey-Brennerei Buschmills. (Foto: det / D.C.I.)

Vor Cushendall führt ein lohnenswerter Abzweiger hinauf in den Glenariff Forest Park zu den wunderbaren Glens of Antrim und dann landeinwärts nach Ballycastle. Meeresnah über die A2 indessen geht es mit großartigem Panorama am North Channel entlang, in der Ferne am Horizont die schottische Küste. Nach Bushmills sollte man den Schwenk über die Küstenstraße von Ballycastle nach Ballintoy – im „Game of Thrones“ der fiktive Hafen der „Eiseninseln“ – machen und den Ausblick auf die vorgelagerte Insel Rathlin Island bei einem kurzen Stopp an der Carrick-a-Rede Hängebrücke genießen.

Giant´s Causeway: Das Werk des Riesen Finn MacCool mit 40.000 Basalt-Steele auf der Strasse der Riesen. (Foto: det / D.C.I.)
“Giant´s Causeway”: Das Werk des Riesen Finn MacCool. 40.000 Basalt-Steele pflastern den Weg der Sagenfigur. (Foto: det / D.C.I.)

Bald darauf erreicht man die Basaltküste von Giant’s Causeway, dem berühmten UNESCO Weltnaturerbe. Die nahen Küstenpfade sind fantastisch, das Panorama gigantisch. Übernachtungsplatz heute ist Bushmills, eines der touristischen Zentren an der Antrim Coast mit dem unvermeidlichen Besuch der Whiskey-Brennerei, netten Pubs und Restaurants.

 

 


Eine Woche Irland mit dem Wohnmobil erkunden
Tag 4

Fahrtstrecke etwa 70 Kilometer

Dunluce Castle – Zum Besuch in die „Walled City“ am River Foyle

Sehenswerte Geschichte: Das mächtige Dunluce Castlean der Küste von Antrim. (Foto: det / D.C.I.)
Sehenswerte Geschichte: Das mächtige Dunluce Castle an der Küste von Antrim. (Foto: det / D.C.I.)

An der wunderbaren Küste von Antrim – mit einem Halt am Dunluce Castle – schlängelt sich die heutige Etappe westwärts. Die Seebäder Portrush und Portstewart könnten dazu verführen, ins Wasser zu steigen, und sei es nur bei einem kurzen Strandspaziergang mit hochgekrempelten Hosenbeinen in den auslaufenden Wellen. Es geht von Coleraine über die Landstraße nach Derry~Londonderry. Die Anfahrt erfolgt über die A2 und die große Brücke über den River Foyle.

Nordirlands zweitgrößte Stadt wurde 1613 gegründet. Heute empfängt die „Walled City“ ihre Gäste als moderne und lebendige Stadt mit großer Geschichte. 1968 – vor nunmehr 50 Jahren – war sie ein Brennpunkt des Nordirlandkonflikts. Ein geführter Rundgang vom Visitor Information Center aus führt über die alten Stadtmauern zu den Wandgemälden von „Free Derry“ und in die über Jahrhunderte bewegte Vergangenheit. Annäherung schafft Gemeinsamkeit, 2013 war sie Kulturhauptstadt Großbritanniens.

Glenveagh National Park – Von Nordirland in den Glenveagh National Park

Ein Muss beim Besuch von Belfast: Das Titanic-Museum. (Foto: det / D.C.I.)
Ein Muss beim Besuch von Belfast: Das Titanic-Museum. (Foto: det / D.C.I.)

Nach dem Stadtbummel geht es von Nordirland zurück in die Republik Richtung Letterkenny und Downings. Hier ist der nordöstliche Einstieg in den Wild Atlantic Way erreicht. Sein blaues Wellensymbol begleitet nun die Tour. Das Ziel heute ist der hohe Norden Irlands, die Landspitze Melmore Head in der Grafschaft Donegal. Abseits der Route am nahen Malin Head, dem nördlichsten Punkt der Insel, liegt ein Schauplatz einer völlig anderen Welt: Ein Drehort für „Die letzten Jedis“ aus der Star Wars Verfilmung.

Wer indessen lieber die Zeit für die realen Schönheiten der Gegenwart erübrigt, nimmt den Abzweig [N 56 beschildert] zum großartigen Glenveagh National Park. Vom Visitor Center gehen – auch kurze – Wanderungen aus: In die melancholischen Seenlandschaften Donegals. Der Wild Atlantic Way führt nun nordwärts, durch einsame Regionen zum Melmore Head. Übernachtungsplatz ist Rosguill.

Eine Woche Irland mit dem Wohnmobil erkundenTag 5

Fahrtstrecke etwa 70 Kilometer

Slieve League – In den hohen Norden von Donegal

Der Wild Atlantic Way mit der Landspitz Melmore Head in der Grafschaft Donegal. (Foto: Ireland Tourism)
Der Wild Atlantic Way mit der Landspitze Melmore Head in der Grafschaft Donegal. (Foto: Ireland Tourism)

Melmore Head beglückt den Besucher im oberen Teil der Halbinsel mit zwei traumhaften Stränden wie Tra Na Rosann Beach im Westen zum Sonnenuntergang und Mulroy Bay im Osten zum Morgenbad. Dann heißt es, sich losreißen und aufbrechen. Von Rosguill aus weist der Wild Atlantic Way immer weiter westwärts. Wer bei der Anreise keine Zeit für den Abzweiger zum Glenveagh National Park fand, kann das zu Beginn der Weiterfahrt über die südliche Anfahrtsroute nach Gweedore nachholen [N 56 – R 251 – N 56]. Es lohnt sich.

Anderenfalls führt Sie die nördliche Schleife des Wild Atlantic Ways über die N 56 hinauf in die Gaeltacht – die irischsprechenden Regionen des hohen Nordens von Donegal – und ihrer einsamen Küste. Schöne Strände liegen nördlich der N 56 an Sheephaven und Dunfanaghy Bay. Zunächst strikt nach Westen gerichtet, dreht sich der Wild Atlantic Way bei Gortahork südwärts und strebt durch die Weite und Abgeschiedenheit der nördlichsten irischen Grafschaft nach Gweedore. Die beiden landschaftlich schönen Alternativenrouten treffen hier wieder aufeinander.

Die Landzungen des Norden

Nun geht es in das nette Städtchen Dungloe, das während des Sommers für sein lebensfrohes Mary of Dungloe Festival bekannt ist. Maghery Beach, der weiße Sandstrand mit einem für Wohnmobile großzügigen Parkplatz, liegt fünf Kilometer westlich. Nach einem Picknick – und einem möglichen Bad – schwenkt unsere Tour südwärts, zum Übernachtungsplatz in Killybegs. Die Städtchen Ardara und Glenties sind für einen Stopp zu empfehlen. Sei es zum Einkaufen oder für einen kurzen Bummel.

Slieve League - Irlands spektakulärste Klippen finden sich im hohen Norden von Donegal. (Foto: Ireland Tourism)
Slieve League – Irlands spektakulärste Klippen finden sich im hohen Norden von Donegal. (Foto: Ireland Tourism)

Wer mag, kann noch über die engen Straßen den Abstecher nach Slieve League wagen. Die höchsten Klippen Donegals bieten einen fantastischen Ausblick über den Atlantik. Der Parkplatz oben ist zwar auch für Wohnmobile zugänglich, läuft aber sackförmig zu und könnte besonders den größeren Fahrzeugen Probleme beim Wenden bereiten. Gesünder und anregender ist in jedem Fall der Weg zu Fuß hinauf. Ein Eiswagen oben am Klippenrand verheißt eine extra Belohnung.

 

 

Eine Woche Irland mit dem Wohnmobil erkundenTag 6

Fahrtstrecke etwa 60 Kilometer

Glencolumbkille, Co. Donegal – Aus dem Süden von Donegal zurück nach Nordirland

Heute geht es für einen Tag zurück nach Nordirland. Die alte Festungsstadt Enniskillen mit ihrem trutzigen Castle am Lough Erne ist das Ziel dieses Tages. Wer noch den Abstecher zu den Cliffs von Slieve League unternehmen möchte, muss 20 Kilometer hin und zurück rechnen und drei Stunden extra einplanen.

Irland ist ein Paradies für Wohnmobil-Touristen. (Foto: Ireland Tourism)
Irland ist ein Paradies für Wohnmobil-Touristen. (Foto: Ireland Tourism)

Eine Alternative ist die Umrundung der kleinen Halbinsel, auf landschaftlich schönen, wenngleich sehr engen Straßen, Richtung Malin More Head. Es geht vorbei am schönen Strand von Glencolumbkille. Das hiesige Heimatmuseum mit seiner netten Cafeteria ist ein schöner Platz zum Lunchen. Es ist in den mit Reet gedeckten Häusern der alten Fischersiedlung untergebracht. Von Killybegs steuert die Tour die Stadt Donegal an, nahe der Bay unterhalb der Bluestack Mountains.

Fermanagh Lakelands – Zur Seenplatte von Fermanagh

Die Tour wird den Wild Atlantic Way verlassen, wenn es hinter Ballyshannon und nahe Belleek über die offene Grenze in die Grafschaft Fermanagh wieder nach Nordirland geht. Am unteren Ende schlängelt sich die Straße nach Enniskillen, die mittig zwischen dem Ober- und Untersee errichtet wurde.

Traumhafter Übernachtungsplatz mit Seeblick: Rushin House Carvan Park in Belcoo. (Foto: Rushin House Caravan Park)
Traumhafter Übernachtungsplatz mit Seeblick: Rushin House Carvan Park in Belcoo. (Foto: Rushin House Caravan Park)

Hier starten bis in den frühen Nachmittag Bootstouren über den Lower Lough Erne nach Devenish Island. Die Mönchsinsel ist berühmt wegen ihres herrlichen Rundturms. Sie bewahrt die Spiritualität der alten irischen Klöster. Sichern Sie sich Ihre Tickets noch vor dem Stadtbummel. Die Seenplatte der Grafschaft Fermanagh gehört zu den besonders schönen Landschaften Nordirlands. Von Enniskillen sind es kaum 25 Kilometer zum Lough Mac Nean im Grenzland zur Republik. Ein wundervoller Übernachtungsplatz liegt in Belcoo mit großartigem Ausblick über den stillen See.

 

Eine Woche Irland mit dem Wohnmobil erkundenTag 7

Fahrtstrecke etwa 70 Kilometer

Newgrange – Von Nordirland in die Republik

Heute geht es zurück über die grüne Grenze, zurück in die Republik Irland. Der letzte Fahrtag hält zum Abschied ein grandioses Finale bereit. Hier in Nordirland wie auch in der Republik. Deshalb sollte man früh aufbrechen. Ein Besuch der Marble Arch Caves im nahen Geopark ist dringend empfohlen, er liegt kaum 15 Kilometer und gut 15 Minuten vom Campingplatz in Belcoo entfernt. Eine geführte Wanderung durch die märchenhaften Grotten und eine unterirdische Bootsfahrt sind der perfekte Auftakt für die Weiterreise.

Man steuert sodann südostwärts in grober Richtung auf Dublin zu, durch die Grafschaft Cavan. Geradewegs führt die Landstraße [N3] mit Abzweig hinter Virginia Richtung Loughcrew Megalithic Centre, mitten hinein in die Steinzeit, 5.000 Jahre zurück in die Vergangenheit.

Newgrange ist ein großes jungsteinzeitliches Hügelgrab in der irischen Grafschaft Meath am Fluss Boyne. (Foto: Ireland Tourism)
Newgrange ist ein großes jungsteinzeitliches Hügelgrab in der irischen Grafschaft Meath am Fluss Boyne. (Foto: Ireland Tourism)

Ins Megalithicum des historischen Ostens

Zurück in Irlands historischem Osten, im County Meath. Die Loughcrew Cairns sind eine der großen irischen Ganggrabanlagen. Hier auf dem Slieve na Calliagh, dem „Hügel der Hexe“, dem höchsten Höhenzug der Grafschaft, sind die Reste von 25 der vormals 32 Gräber erhalten, darunter Megalithanlagen mit Gravuren, wie sie aus Newgrange und Knowth bekannt sind.

Die Anlagen zählen zu den großartigen Denkmälern des Boyne Valley, einer Region, die die Mythen und Geschichten Irlands über Jahrtausende bewahrt. Das Loughcrew Megalithic Centre bietet verschiedene Touren an. Sollten Sie morgen erst in Dublin sein müssen, empfiehlt sich der schöne Campingplatz auf dem Gelände. Anderenfalls sind es über die M3 zur irischen Hauptstadt gut 90 Kilometer oder 1,5 Stunden.

Fazit:
Es war ein langer Kurztrip durch die schönen Landschaften des Nordes, durch Nordirland und die Republik und durch eine uralte Geschichte. Jetzt wird klar, warum Irland seine Besucher nicht wieder loslässt. Also heißt es, zurückzukehren und die vielen anderen und wunderbaren Seiten der grünen Insel entdecken, in Nordirland oder der Republik.  Jeder Gast ist hunderttausendmal herzlich willkommen.

Céad míle fáilte

INFO
Sieben Tage Irland-Womo-Tour
Entdeckungsreise - Sieben Tage mit Wohnmobil durch Irland
Strecke - 455 Kilometer mit aufgeführten Abstechern 696 Kilometer
Causeway Coastal Route
Wild Atlantic Way
Game of Thrones
Dunluce Castle
County Antrim
Kontakt:
Ireland Tourism Deutschland
Gutleutstraße 32, 60329 Frankfurt am Main
Telefon: 069 9231850
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Claus-Detlev Bues

Claus-Detlev Bues ist seit Jahrzehnten in leitenden Funktionen als Fach-Redakteur in den Bereichen Caravaning, Off-Road und Outdoor tätig. Neben mehreren Print-Titeln verantwortet er nun auch als D.C.I - Chefredakteur die Online-Berichterstattung und betreut darüber hinaus die Bereiche Test und Technik. Aus seiner Feder stammen mehrere Sachbücher zum Thema Caravaning. In seiner Freizeit schraubt er gerne an Oldtimern und ist aktiver Selbst- und Ausbauer von Wohnmobilen, mit denen er in ganz Europa unterwegs ist.
Claus-Detlev Bues