Eines sollte man sicher bei dieser Tour nicht haben: Angst vor Wasser, Wind und Wellen. (Foto: visitsweden)

Eines sollte man sicher bei dieser Tour nicht haben: Angst vor Wasser, Wind und Wellen. (Foto: visitsweden)

Schön, schnell und nass: Wildwasser-Rafting in Nordschweden

Freizeit, Schweden, Sport, Tourismus

Niemand bleibt trocken auf dieser Tour in Nordschweden. Naturliebhaber auf der Suche nach einem außergewöhnlichen Abenteuer werden sich lange an die Rafting-Tour über den Fluss Vindeln in Lappland erinnern.

Als einer der vier schwedischen Nationalflüsse ist der 450 Kilometer lange Vindeln vor Eingriffen geschützt und darf weder reguliert noch zur Wasserkraftnutzung ausgebaut werden. So genießen Outdoor-Fans beim Rafting ein Naturerlebnis auf einem der letzten unberührten Flüsse Europas.

Der Vindeln ist außerdem Teil des Vindelfjällens Naturreservats, das mit fast 600 Hektar eines der größten geschützten Gebiete Europas ist. Die drei Stunden lange Tour mit Guide startet im 2000-Seelen-Dorf Vindeln, etwa eine Stunde entfernt von der Universitätsstadt Umeå. Der Fluss hat über 40 Stromschnellen, und sehr bald taucht vor den Rafter die erste Stromschnelle auf. Über eine Strecke von einem Kilometer fällt der Fluss um acht Meter.

Bei einer Fika (typisch schwedische Kaffeepause) am Ufer stärkt sich das Team für die nächste Herausforderung: Zwei Stromschnellen, über zwei Kilometer Länge, 14 Meter in die Tiefe. Insgesamt paddelt man fast zehn Kilometer. Dank der professionellen Ausrüstung und der 20-jährigen Erfahrung der Guides können schon junge Abenteurer ab zwölf Jahren mitfahren.

Wer sein Naturerlebnis in der unberührten Region Västerbotten fortsetzen möchte, kann im Elchpark bei Bjurholm den König des Waldes aus der Nähe kennenlernen. Wald, Wasser und Wagemut – das ist Urlaub in Västerbotten, ideal auch für Reisemobilisten, die auf der beschaulichen Fahrt durch das wunderschöne Reiseland Schweden auch mal ein „Kick“ einplanen möchten.

Infos:  Zur Webeseite von Vasterbotten

INFO Jedermannsrecht in Schweden
Die Schweden verbindet ihre Liebe zur Natur. Ob wochenlange Ferien auf einer einsamen Insel oder kurze Kajaktour nach der Arbeit, der Aufenthalt an der frischen Luft ist Teil des nordischen Lebensstils. Und die Natur steht jedem offen: Das uralte, im Gesetz verankerte Jedermannsrecht erlaubt es Einheimischen wie Besuchern, sich frei durch Wälder und Gebirge zu bewegen, zu fischen und zu zelten, oder einfach den Sonnenuntergang am Strand zu genießen. Das Jedermannsrecht lädt auch die Deutschen dazu ein, Heidelbeeren, Steinpilze und Pfifferlinge zu sammeln, in Waldseen zu schwimmen und über Granitfelsen zu klettern. Dass man dabei den bekennenden Naturliebhaber, Outdooraktivisten und zugleich schwedischen Regierungschef trifft, ist eher unwahrscheinlich: Bei 100.000 Seen, 29 Nationalparks und über 4.000 Naturreservaten findet jeder seinen ganz persönlichen Lieblingsplatz. Infos: www.visitsweden.de/das-jedermannsrecht

Hans-Christian Bues

Hans-Christian Bues

Hans-Christian Bues, geboren in Bad Harzburg, lebt und arbeitet als Journalist, Reiseschriftsteller und freier Autor in Königswinter am Rhein. Für seine Reportagen, Reiseerzählungen und Abenteuerromane war er neben dem kanadischen Yukon Gebiet in Alaska, Amerika, Asien, Australien, Russland und vielen anderen Länder der Welt unterwegs. Er ist ein langjähriger und erfahrener Reisemobilist, schreibt regelmäßig Fahrzeugtests und betreut für das D.C.I den Bereich Freizeit, Reise und Touristik.
Hans-Christian Bues