Freude bei Tischer Freizeitfahrzeuge: 4.700 Kabinen aus eigener Fertigung in Kreuzwertheim wurden ausgeliefert. Die Jubiläums-Kabine geht nach Island. (Foto: Werk)

Tischer Freizeitfahrzeuge hat Grund zur Freude: 4.700 Kabinen aus eigener Fertigung in Kreuzwertheim wurden ausgeliefert. Die Jubiläums-Kabine geht nach Island. (Foto: Werk)

Tischer Freizeitfahrzeuge – 4.700mal Herzblut und Handarbeit

4x4-Fahrzeuge, Pick Up, Tischer

Ein besonderes Jubiläum konnte der Pick Up-Spezialist Tischer Freizeitfahrzeuge aus Kreuzwertheim feiern: 4.700 Pick Up-Kabinen aus eigener Fertigung sind ausgeliefert worden. Der Clou: Die Jubiläumskabine geht nach Island.

Auf dem Weg nach Island – Die Tischer Rekordkabine ist eine Trail 220 

Neben der Rekordkabine Trail 220 finden auch eine Trail 230 und eine Trail 275 S Platz im 45 Fuß-Riesen-Lkw. “Das ist schon angemessen für einen solchen Rekord”, findet Kabinenveteran Tischer. Zu feiern gibt es 2018 aber nicht nur den rekordträchtigen Export der 4.700sten Kabine nach Island.

45 Jahre Kabinenbau mit Manufakturgedanke

1973 – zwei Campingfans – ein Wunsch: Flexibleres Reisen. „Als mein Vater und ich vor nunmehr 45 Jahren erste Absetzkabinen für Pick-ups auf den deutschen Markt eingeführt haben, hatten wir keine solchen Absatzzahlen im Kopf. Heute sind es rund 200 Kabinen im Jahr – wir dachten, wir bedienen eine kleine Nische“, erinnert sich Peter Tischer. Objektiv betrachtet sind Absetzkabinen auch eine Nische geblieben. Doch die Nachfrage entwickelt sich dynamisch in einem insgesamt stark wachsenden Caravaning-Markt.

Die „Tischer-Fangemeinde“ bekommt immer mehr Mitglieder. Zuletzt purzelten deshalb zweimal die Teilnehmer-Rekorde bei den jährlichen Tischer-Treffen. Rund 270 Gäste waren es 2018. Man kennt sich, man schätzt sich. Vor allem schätzen die Kunden die absolute Identifikation des Tischer-Teams mit jeder einzelnen Kabine.

„Deshalb fertigen wir immer noch zu großen Teilen von Hand – sowohl beim Kabinenaufbau, als auch bei der Möbelfertigung“, macht Peter Tischer deutlich.

Ein Fließband oder einen Industrieroboter sucht der interessierte Besucher in Kreuzwertheim deshalb vergeblich. “Was die Nachfrage anginge, könnten wir die Stückzahl auch erhöhen”, erklärt Peter Tischer. “Darunter würde aber die Qualität leiden und ihr sei alles andere untergeordnet. Es gehe um eine werthaltige Verbindung aus traditioneller Handwerkskunst und modernem Wohnerlebnis für unterwegs”.

45-Fuß-Großraumverpackung für drei Absetzkabinen

Ein Lkw in dieser Größe ist vor dem Tischer-Gelände eine Rarität. 45 Fuß fasst sein Laderaum. Damit sich diese Größe auszahlt, reist die Rekordkabine Trail 220 natürlich nicht alleine: Mit an Bord des Frachters nach Island gehen auch eine Trail 230 und eine Trail 275 S. Die Trail-Varianten machen heute rund zwei Drittel der Gesamtproduktion bei Tischer aus.

Ihr Erkennungszeichen: Die abgerundete Gestaltung des Alkovens. Sie gibt der Kabine ein modernes Design und eine windschnittige Form. Mit dieser Verbindung aus Aerodynamik und Optik hatte Tischer 1990 neue Maßstäbe gesetzt.

Eine edle Anmutung, die im Falle der Rekordkabine vor dem Panorama von Geysiren, Wasserfällen und Nordlichtern sicher noch an Wirkung gewinnen wird. Der Händler in Kópavogur nahe Reykjavik freut sich jedenfalls schon auf seine neuen “Schätzchen” für die Ausstellungsfläche. Währenddessen arbeitet Tischer bereits an den nächsten Rekorden – natürlich mit Hand und Herzblut.

Infos:  Zur Webseite von Tischer


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Claus-Detlev Bues

Claus-Detlev Bues ist seit Jahrzehnten in leitenden Funktionen als Fach-Redakteur in den Bereichen Caravaning, Off-Road und Outdoor tätig. Neben mehreren Print-Titeln verantwortet er nun auch als D.C.I - Chefredakteur die Online-Berichterstattung und betreut darüber hinaus die Bereiche Test und Technik. Aus seiner Feder stammen mehrere Sachbücher zum Thema Caravaning. In seiner Freizeit schraubt er gerne an Oldtimern und ist aktiver Selbst- und Ausbauer von Wohnmobilen, mit denen er in ganz Europa unterwegs ist.
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