Auch der Diesel-Ducato ist nicht alternativlos: Die Hamburger Firma emovom rüstet den Fiat auf E-Antrieb um. (Foto: Werk)

Die EU-Kommission plant E-Ladestationen an allen größeren Gebäuden. (Foto: Emovum)

EU plant Ladestationen für alle größeren Gebäude

E-Mobilität, Europa, Politik, Recht & Gesetz, Verkehr

Die Energieminister der EU haben sich informierten Quellen zufolge darauf verständigt, dass ab 2025 alle größeren Gebäude Ladestationen für Elektroautos erhalten sollen. Unsere DCI-Autorin Angela Oestmann berichtet aus Brüssel.

Kern des Beschlusses der Energieminister soll eine Richtlinie sein, die bei Bürogebäuden und anderen Nicht-Wohn-Gebäuden eine fest installierte Strom-Tankstelle vorsieht. Weiter ist geplant, dass darüber hinaus Kabel verlegt werden sollen, damit jeder dritte Parkplatz vor den Gebäuden bei Bedarf mit einem Ladepunkt ausgestattet werden kann. Ausnahme: Kleine Unternehmen können von der Richtlinie befreit werden.

Auch für Wohngebäude ist eine Neuregelung im Gespräch. Hier sollen an jedem Parkplatz die technischen Voraussetzungen für eine Elektroauto-Ladestation geschaffen werden. „Ein politisches Signal für die Elektromobilität“ wollen die Energiemister der EU-Mitgliedsländer damit setzen.

Die Kosten für die Einrichtung der Elektro-Tankstellen hält die Behörde für überschaubar. Allerdings muss das EU-Parlament den neuen Regelungen zustimmen, da sonst eine Umsetzung in den Ländern nicht möglich wird. Aus dem EU-Parlament soll bereits Widerstand gegen das Vorhaben signalisiert worden sein – leider – den Gerüchten zufolge – auch aus Deutschland.

Zur Erinnerung: Im Februar hatte die EU- Kommission grünes Licht für das von Verkehrsminister Dobrindt geplante 300-Millionen-Euro-Förderprogramm zur Errichtung eines flächendeckenden Ladenetzes für Elektromobilität in Deutschland gegeben. Das BMVI hat sich zum Ziel gesetzt, den Aufbau von insgesamt 10.000 Normalladestationen und 5.000 Schnellladern zu unterstützen.

Seit März können private Investoren, Städte und Gemeinden sich bis zu 50 Prozent aller entstehenden Gesamtkosten zur Installation einer Ladesäule fördern lassen.

Infos:  Zur Webseite der EU-Kommission


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Claus-Detlev Bues